August 28, 2026 6:11 p.m. CEST

Herz-Kreislauf-Vorsorge

Bluthochdruck erkennen ohne Messgerät – geht das?


Aktualisiert am 28.08.2026 – 16:23 UhrLesedauer: 2 Min.

Bei jedem Herz-Kreislauf-Check kommt ein Blutdruckmessgerät zum Einsatz. (Quelle: Marc Wiegelmann/getty-images-bilder)

Um Bluthochdruck frühzeitig zu erkennen, gehört die Blutdruckmessung zu jedem Check-up. Ohne Messgerät wäre eine Diagnose wohl kaum möglich.

Erhöhte Blutdruckwerte sind auf Dauer immer ein Gesundheitsrisiko. Denn Bluthochdruck (Fachbegriff: Hypertonie) schädigt langfristig Herz, Nieren, Augen und Gehirn. Zu den möglichen Folgen zählen Herzschwäche, Herzinfarkte, Schlaganfälle sowie Nierenversagen – und wahrscheinlich auch Demenz.

Dabei gilt: Je stärker und je länger der Blutdruck erhöht ist, desto größer ist das Risiko für Folgeerkrankungen. Daher ist es ratsam, die Blutdruckwerte im Blick zu behalten und schon bei leichtem Bluthochdruck gegenzusteuern: So lassen sich negative Auswirkungen auf Gefäße und Organe vermeiden.

Bluthochdruck bleibt oft unbemerkt

Die Chance, dass die gelingt, ist hoch. Denn Bluthochdruck ist einfach zu erkennen und meist gut behandelbar. Ohne Messgerät kommen Ärztinnen und Ärzte dabei allerdings nicht aus: Mehrfache Messungen oder auch eine Langzeitmessung sind die einzige Möglichkeit, eine Hypertonie zuverlässig zu diagnostizieren und zu kontrollieren, ob die eingesetzte Therapie wirkt.

Eindeutige Symptome, an denen sich Bluthochdruck erkennen ließe, gibt es nämlich nicht. Auch von den Betroffenen selbst bleibt ein zu hoher Blutdruck normalerweise lange unbemerkt. Manche verspüren nicht einmal das geringste Unwohlsein, da sich ihr Körper an den dauerhaft erhöhten Druck in den Blutgefäßen gewöhnt hat.

Nur wenn der Blutdruck plötzlich stark ansteigt, treten manchmal Symptome wie etwa Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen oder Nasenbluten auf. Hinter solchen Beschwerden eindeutig Bluthochdruck zu erkennen, ist aber ohne spezielle Untersuchungen unmöglich. Ein Messgerät zur Bestimmung der Blutdruckwerte ist also unverzichtbar.

Blutdruckmessungen auch ohne Bluthochdruck empfohlen

Fachleute empfehlen, den Blutdruck regelmäßig zu messen. Das gilt auch für Menschen ohne Bluthochdruck: Wer optimale Blutdruckwerte hat, sollte den Blutdruck mindestens alle fünf Jahre kontrollieren beziehungsweise ärztlich überprüfen lassen, Erwachsene mit normalen Werten mindestens alle drei Jahre und solche mit leicht erhöhten Werten, die gerade noch als normal gelten (sogenannte hochnormale Werte), mindestens einmal jährlich (siehe Tabelle).

Blutdruckkategorie Oberer/unterer Messwert
optimal <120 und <80
normal 120–129 und/oder 80–84
hochnormal 130–139 und/oder 85–89

Für Menschen mit bereits nachgewiesenem Bluthochdruck ist es ratsam, den Blutdruck täglich zu überprüfen. Am besten eignet sich dazu die regelmäßige Selbstmessung zu Hause – möglichst immer zur gleichen Tageszeit.

Aber aufgepasst: Ob ein Blutdruckmessgerät dazu taugt, Bluthochdruck zu erkennen, lässt sich ohne Qualitätsprüfung nicht sagen. Wer ein Messgerät kaufen möchte, kann sich jedoch am Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga orientieren. Dieses Siegel tragen nur solche Geräte, deren Messgenauigkeit sich in Tests als zuverlässig erwiesen hat.

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