„Fifa benötigt eine neue Führung“
Nächster Verband distanziert sich von Infantino – und plant Gipfel
30.08.2026 – 14:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Gianni Infantino sieht sich weiter großem Druck ausgesetzt. Nun macht ein Verband einen konkreten Vorschlag.
Der niederländische Fußballverband KNVB hat sich von Fifa-Präsident Gianni Infantino distanziert – und gleichzeitig einen Anstoß für eine Reform des Weltverbands gegeben. „Wir sind der Ansicht, dass die Fifa ab 2027 eine neue Führung benötigt. Ein neuer Präsident allein genügt jedoch nicht. Auch die Art und Weise, wie die Fifa geführt wird, muss sich ändern“, hieß es in einer Mitteilung am Sonntag. Dazu will der KNVB einen Zukunftsgipfel in Amsterdam ausrichten.
„Für uns muss es in dieser Diskussion um mehr als nur Gianni Infantino gehen. Die entscheidende Frage lautet: Welche Art von Fifa braucht der Fußball? Unser Ziel ist klar: eine starke und glaubwürdige Fifa, die dem Fußball gehört, ihren Mitgliedern dient und den Fußball weltweit weiterentwickelt“, schrieb der Verband.
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Der KNVB nannte konkret drei Verbesserungsvorschläge: eine bessere Gewaltenteilung, einen globalen Fußballkodex, der soziale Aspekte wie Menschenrechte und Fairness stärker berücksichtigt, sowie 90 Prozent der ausschüttungsfähigen Einnahmen, die in den Fußball reinvestiert werden sollen.
Uefa-Boss ist über Pläne informiert
Das, betonte der KNVB, sollte aber „kein europäischer Plan für den Rest der Welt sein. Wir wollen diese neue Richtung gemeinsam mit den 211 Fifa-Mitgliedsverbänden und den Konföderationen aus aller Welt entwickeln.“
Daher schlagen die Niederländer „einen internationalen Gipfel zur Zukunft der Fifa vor“. Schließlich müsse erst festgelegt werden, „welche Art von Fifa wir wollen. Erst dann können wir die Führungskräfte identifizieren, die diesen Wandel umsetzen können“.
Wer der Einladung zur Diskussion folgen wird, ist noch offen. Der KNVB wies aber darauf hin, seine Vision bereits Uefa-Präsident Aleksander Čeferin mitgeteilt zu haben.














