Nach dem Staatsdienst
Mindestpension für Beamte: Wie hoch ist sie?
Aktualisiert am 06.11.2025Lesedauer: 2 Min.

Als Beamter haben Sie nach jahrelangem Dienst für den Staat Anspruch auf eine Pension. Wir erklären, wie hoch diese mindestens ausfällt.
Die Höhe der Beamtenpensionen führt regelmäßig zu Diskussionen – insbesondere, wenn man sie mit der Höhe der gesetzlichen Rente vergleicht. Dass das finanzielle Polster von Pensionären im Schnitt deutlich größer ist als das von Rentnern, liegt auch daran, dass es für Beamte eine Mindestpension gibt. Eine Mindestrente hingegen kennt das Gesetz nicht – nur einen Grundrentenzuschlag.
Wir zeigen, wie hoch die Mindestpension ausfällt, wie sie sich berechnet und welche Voraussetzung Beamte dafür erfüllen müssen.
Wie hoch ist die Mindestpension für Beamte?
Wie viel Pension (Ruhegehalt) Beamte mindestens bekommen, regelt das Beamtenversorgungsgesetz des Bundes (BeamtVG). Laut § 14 Absatz 4 richtet sich die Höhe der Pension nach den sogenannten ruhegehaltfähigen Bezügen und der ruhegehaltfähigen Dienstzeit.
Ruhegehaltfähige Bezüge sind das Grundgehalt Ihrer letzten Besoldungsgruppe, der Familienzuschlag der Stufe 1 (verheiratet oder verpartnert ohne Kinder) sowie eventuelle Amtszulagen.
Ruhegehaltfähige Dienstzeiten umfassen neben der Zeit als Beamter unter anderem Wehr- oder Zivildienst, Zeiten in einem förderfähigen Arbeitsverhältnis im öffentlichen Dienst sowie Ausbildungszeiten, die für die Laufbahn als Beamter vorgeschrieben sind.
Gut zu wissen
Die Regeln des Bundes gelten im Grundsatz in allen Bundesländern. Es kann jedoch leicht abweichende Bestimmungen geben, die an der Höhe der Pension im Wesentlich aber nichts ändern.
Für die Mindestpension beim Bund ist Folgendes geregelt:
- Das Mindestruhegehalt beträgt entweder 35 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der jeweils erreichten Besoldungsgruppe (amtsabhängiges Mindestruhegehalt)
- oder 65 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der Besoldungsgruppe A4 plus einen Fixbetrag von 30,68 Euro (amtsunabhängiges Mindestruhegehalt).
Je nachdem, welcher Betrag höher ausfällt, erhalten Beamte diese Summe als Mindestpension. Voraussetzung ist, dass er mindestens fünf ruhegehaltfähige Dienstjahre abgeleistet hat.
Im Video | Hier verraten fünf Personen ihr Nettogehalt – wo liegen Sie?
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Rechenbeispiel für die Mindestpension
Ein Beispiel: Nehmen wir an, Sie befanden sich zuletzt als Bundesbeamter in der Besoldungsgruppe A3, Stufe 2, und sind weder verheiratet noch haben Sie Kinder. Auch weitere Amtszuschläge gibt es nicht.
