Gouverneur wird deutlich
Bis zu 380 Liter Regen erwartet – Hunderttausende ohne Strom
Aktualisiert am 10.10.2026 – 09:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde trifft Hurrikan „Isaias“ auf die US-Golfküste. Menschen müssen ihre Häuser verlassen, Experten warnen.
Hurrikan „Isaias“ ist an der US-Golfküste auf Land getroffen. Der tropische Wirbelsturm erreichte am Freitagabend (Ortszeit) nahe der Stadt Destin im Bundesstaat Florida mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde die Küste, wie das US-Hurrikanzentrum NHC mitteilte. Der Sturm hatte sich zuvor auf seinem Weg durch den Golf von Mexiko deutlich verstärkt und die Stärke drei von fünf erreicht. Bevor er auf Land traf, schwächte er sich jedoch ab und erreichte die Küste als Sturm der Stärke zwei.
„Der Sturm ist da“, sagte Floridas Gouverneur Ron DeSantis am späten Abend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. „Begeben Sie sich nicht auf die Straße.“ Der Republikaner rief die Bevölkerung dazu auf, abzuwarten, bis der Sturm vorüber sei.
Im Video | Hurrikan „Isaias“ fegt über Florida hinweg
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Meteorologen warnten vor lebensbedrohlichen Sturmfluten, heftigen Regenfällen und Überschwemmungen. Besonders an der Küste im Nordwesten Floridas könnten Sturmfluten das Wasser um bis zu 2,7 Meter über den normalerweise trockenen Boden steigen lassen. Auch Tornados sind möglich. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums könnten in den betroffenen Gebieten 100 bis 200 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, örtlich sogar bis zu 380 Liter.

Evakuierungen, Notstand und viele Stromausfälle an der Küste
In mehreren Bundesstaaten war vorsorglich der Notstand ausgerufen worden. Alabamas Gouverneurin Kay Ivey hatte die Evakuierung von Touristen und Besuchern aus mehreren Küstenorten angeordnet, darunter die beliebten Urlaubsziele Gulf Shores und Orange Beach sowie Dauphin Island. Auch in Florida mussten Menschen besonders gefährdete Küstengebiete verlassen.
Bereits vor dem Auftreffen des Sturmzentrums hatten heftige Winde und Regenfälle die Küste erreicht. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen, Geschäfte und Schulen geschlossen. In der Stadt Mobile in Alabama verhängten die Behörden eine nächtliche Ausgangssperre.
Am späten Freitagabend (Ortszeit) waren in den Bundesstaaten Florida und Alabama insgesamt fast 500.000 Stromkunden ohne Versorgung, wie Daten der US-Webseite poweroutage.us zeigten.
Floridas Gouverneur DeSantis hatte die Bevölkerung zuvor bereits auf länger anhaltende Stromausfälle und mögliche Straßensperrungen vorbereitet. Die Bürger sollten genügend Vorräte bereithalten, um mindestens 72 Stunden ohne reguläre Versorgung auszukommen. Der Katastrophenschutz mobilisierte unter anderem mehr als tausend Generatoren und große Treibstoffreserven.














