Behördenmitarbeiter erschossen
Todesschütze von Berngau: Brisantes Detail enthüllt
10.10.2026 – 13:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach tödlichen Schüssen auf zwei Behördenmitarbeiter in der Oberpfalz kommen weitere Details ans Licht: Der Tatverdächtige war früher selbst bei der Polizei.
Der 60-Jährige, der im bayerischen Berngau am Donnerstag zwei Mitarbeiter des Landratsamts erschossen haben soll und erst durch ein Spezialeinsatzkommando der Polizei überwältigt werden konnte, hat selbst Bezüge zur Polizei. Er sei von 1988 an in Bayern Polizeibeamter in Ausbildung gewesen, teilten die Ermittler am Samstag mit. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.
Lange war der Mann aber nicht für die Polizei tätig: Bereits vor dem Ende der Ausbildung sei er entlassen worden, hieß es. Zu den Gründen wurde nichts bekannt.
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Nach „Bild“-Informationen soll der Mann seit etwa 20 Jahren in einer Dachgeschosswohnung in Berngau gelebt und kaum Kontakt zu Nachbarn gehabt haben. Diese hätten ihn höchstens mit seinem Rollator auf dem Weg zur Dialyse gesehen, hieß es. Auch von Drohungen gegen Anwohner ist in dem Medienbericht die Rede.
Schütze von Berngau: Keine Vorstrafen bekannt
Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hatte am Freitag über den mutmaßlichen Schützen gesagt, dieser sei bisher nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Auch bei Staats- und Verfassungsschutz lägen keine Hinweise zu dem 60-Jährigen vor, der Sportschütze und Jäger gewesen sein soll und zehn Waffen legal besitzen durfte.
Die beiden Mitarbeiter des Landratsamts hatten den Mann und seine Waffen am Donnerstagnachmittag routinemäßig, aber unangekündigt kontrollieren wollen. Dann soll der 60-Jährige das Feuer eröffnet und die beiden Mitarbeiter erschossen haben. Warum, ist nach wie vor ein Rätsel. Anschließend soll er selbst die Polizei gerufen haben, die mit einem Spezialeinsatzkommando anrückte.
SEK schießt auf Verdächtigen – immer noch in Klinik
Erst gegen 3 Uhr in der Nacht stürmten SEK-Beamte die Wohnung des Verdächtigen, nachdem mehrere Versuche, die Situation anders zu klären, gescheitert waren. Polizisten waren über mehrere Stunden mit dem Mann in telefonischem Kontakt. Beim Zugriff schossen die Beamten mehrfach auf den Verdächtigen, dieser wurde schwer verletzt und lag auch am Samstag noch im Krankenhaus.
Der 60-Jährige soll nach seiner medizinischen Behandlung einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Dieser werde dann über die Frage einer Untersuchungshaft oder einer Unterbringung in einer Fachklinik entscheiden, hieß es von der Polizei.














