Abschied vom Kult-Drehort
WDR will Drehort der „Lindenstraße“ verkaufen
05.11.2026 – 05:44 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Kultserie „Lindenstraße“ wurde in Bocklemünd gedreht. Das Gelände steht zum Verkauf, beim Preis geht es um Millionen.
Auf dem WDR-Produktionsgelände in Köln-Bocklemünd, wo über Jahre die Kultserie „Lindenstraße“ gedreht wurde, bereitet der Sender den Verkauf eines Teils des Areals vor. Dazu hat der WDR eine Ausschreibung gestartet und sucht ein Beratungsunternehmen, das den gesamten Verkaufsprozess konzipiert und steuert, berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“ unter Verweis auf die Unterlagen.
Zum Verkauf steht demnach der nördliche Teil des Produktionsgeländes, also der Bereich, auf dem unter anderem die „Lindenstraße“ entstand. Wie groß die Fläche ist, teilte der WDR auf Anfrage nicht mit; in der Vergangenheit war von rund 30 Hektar die Rede. Der Bodenrichtwert liegt laut dem offiziellen Portal des Landes NRW bei 195 Euro je Quadratmeter; daraus ergibt sich rechnerisch ein Richtwert von rund 58,5 Millionen Euro.
WDR-Intendantin bezeichnet Standort als „unwirtschaftlich“
Auch der Zeitplan ist Teil der Ausschreibung: Das beauftragte Unternehmen soll seine Arbeit zwischen Januar und März 2027 aufnehmen. Laut Ausschreibung soll das Gelände bis spätestens 2035 vollständig geräumt sein; ein Verkauf sei aber auch schon vor diesem Zeitpunkt möglich.
WDR-Intendantin Katrin Vernau hatte den Erhalt des Standorts bereits als „schlichtweg unwirtschaftlich“ bezeichnet. Der Sender begründete die Entscheidung damit, dass die Flächen angesichts „schlanker und digitaler Produktionsprozesse nicht mehr ausgelastet sind“.
Auch die Stadt Köln befasst sich mit der Zukunft des Areals. Der Stadtrat regte im Februar an zu prüfen, ob die Stadt die Entwicklung des Geländes beeinflussen oder es selbst erwerben kann.














