„Er bringt die Dinge auf den Punkt“
Beliebt ist bei Lesern aber auch die Idee, den Entertainer Hape Kerkeling zum nächsten Staatsoberhaupt zu wählen. Helga Gasser schreibt: „Ein Bundespräsident außerhalb der Politik tut dem Land gut.“ Georg Hofmockel nennt Kerkeling „gebildet, humorvoll, menschlich“ – das reiche aus, um Bundespräsident zu werden.
„Er bringt die Dinge auf den Punkt, ohne beleidigend und/oder laut zu werden. Das ist genau das, was ich mir von einem Menschen in dieser Position wünsche“, sagt Claudia Leschinski. Wolfgang Vollrath findet, Kerkeling würde frischen Wind in das Amt bringen: „Keine abgedroschenen, inhaltsleeren Reden mehr, die ohnehin keinen interessieren.“ Klartext! Und ein bisschen Unterhaltung darf auch sein.“ Zuletzt hatte Kerkeling die AfD im Thüringer Landtag scharf kritisiert.
Elvi Gärke sieht in ihm einen möglichen Gegenpol zu zerstrittenen und taktierenden Politikern und Matthias Stern meint, ein Nicht-Berufspolitiker könnte in einer Zeit schwindenden Vertrauens in die Politik ein Zeichen für Offenheit und gelebte Demokratie setzen. Das denkt auch Sabine Bothe: „Er wäre der ideale Kandidat, die Menschen einander wieder näherzubringen.“ Kritiker der Personalie zweifeln jedoch daran, dass das Amt für einen Entertainer passe.
Abgeschlagener dritter Platz für Klöckner
Sechs Prozent der Stimmen und damit Platz drei der t-online-Abstimmung konnte sich Julia Klöckner (CDU) sichern – wenn auch weit abgeschlagen hinter Aigner und Kerkeling. Wolfgang Koppelmann stimmt für sie, da sie Charisma habe und „auch mal ordentlich Ihre Meinung kundtun“ könne. Uwe Wiegand mag zwar Hape Kerkeling sehr gerne, bevorzugt für das politische Amt aber Julia Klöckner, da eine Bundespräsidentin seiner Meinung nach umfassende politische Erfahrung besitzen müsse, um ernst genommen und respektiert zu werden.
Die Diskussion zeigt zwei unterschiedliche Vorstellungen von dem Amt: Für Aigners Unterstützer zählen vor allem politische Erfahrung, Verlässlichkeit und die Fähigkeit, das Land würdig zu repräsentieren. Kerkelings Anhänger hoffen dagegen auf eine Persönlichkeit, die nicht in parteipolitische Routinen eingebunden ist und auch Menschen außerhalb der Politik erreicht.














