November 6, 2026 10:40 a.m. CET

Kölner TV-Sender

RTL zieht nach Urteil gegen Yasin Mohamed Konsequenzen

Aktualisiert am 06.11.2026 – 10:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Yasin Mohamed (Archivbild): Der Realitystar war früher Basketballer des FC Bayern München. (Quelle: IMAGO/Robert Schmiegelt)

RTL arbeitet vorerst nicht mehr mit Reality-Star Yasin Mohamed zusammen. Der Sender reagiert auf das Urteil des Amtsgerichts München.

RTL wird vorerst nicht mehr mit Reality-Star Yasin Mohamed zusammenarbeiten. Das hat der Kölner Sender erklärt, nachdem das Amtsgericht München Mohamed am Mittwoch wegen Vergewaltigung zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt hatte.

In einer Stellungnahme gegenüber rtl.de und dem ZDF betonte der Sender: „Das Urteil des Amtsgerichts München nehmen wir sehr ernst. Sexualisierte Gewalt und die Missachtung persönlicher Grenzen sind mit den Werten von RTL nicht vereinbar. Der Schutz unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie ein respektvoller Umgang miteinander haben für uns höchste Priorität. Diese Verantwortung ist auch ein wesentlicher Maßstab bei unseren Besetzungsentscheidungen. Vor diesem Hintergrund ist eine weitere Zusammenarbeit mit Yasin Mohamed derzeit nicht vorgesehen.“ Ob sich die Entscheidung auch auf bereits produzierte, aber noch nicht ausgestrahlte Formate auswirkt, geht aus der Stellungnahme nicht hervor.

Hintergrund ist ein Vorfall auzs dem Sommer 2024

Yasin Mohamed wurde am 21. Juni 1991 in München geboren. Vor seiner TV-Karriere war er Basketballspieler und stand unter anderem beim FC Bayern München unter Vertrag. 2021 wurde er schließlich durch das RTL-Format „Temptation Island“ bekannt und war anschließend in Sendungen wie „Kampf der Realitystars“, „Ex on the Beach“ und „The 50“ zu sehen.

Hintergrund ist ein Vorfall im Sommer 2024. Nach den Dreharbeiten zur RTL-Show „Love Island VIP“ soll Mohamed seine Mit-Kandidatin Sophie Imelmann in einem Hotel in Griechenland vergewaltigt haben. Beide hatten sich während der Sendung angenähert und die Show als TV-Paar verlassen. Im Hotel kam es zunächst zu einvernehmlichen Zärtlichkeiten und sexuellen Handlungen. Danach gehen die Schilderungen auseinander.

Tonaufnahme wird Yasin Mohamed im Gericht zum Verhängni

Imelmann sagte aus, sie habe mehrfach klargemacht, keinen Geschlechtsverkehr zu wollen. Trotzdem sei Mohamed zweimal ohne Kondom in sie eingedrungen. Das Gericht bezeichnete das Geschehen aufgrund des zuvor „sehr ambivalenten Verhaltens“ als „stark untypische Vergewaltigung“, sah das klare Nein jedoch als entscheidend an. Die Richterin stellte fest, Mohamed habe dieses wahrgenommen und verstanden.

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„Es war ein Übergriff, das wollen wir hier nicht kleinreden“, sagte sie bei der Urteilsverkündung. Im Prozess spielte auch eine Tonaufnahme eine Rolle, in der Mohamed nach Darstellung der Staatsanwaltschaft eingeräumt haben soll, trotz Imelmanns Nein in sie eingedrungen zu sein.

Yasin Mohamed bestreitet Vergewaltigungs-Vorwürfe

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten gefordert, was eine Bewährungsstrafe ausgeschlossen hätte. Das Gericht blieb darunter. Wird das Urteil rechtskräftig, muss Mohamed zusätzlich 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Nach der Urteilsverkündung brach die 30-jährige Imelmann in Tränen aus.

Mohamed bestreitet die Vorwürfe. Seine Verteidigung hatte einen Freispruch gefordert und argumentiert, er habe die Situation als einvernehmlich wahrgenommen. Noch am Tag nach dem Urteil erklärte Mohamed in seiner Instagram-Story: „Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Wir gehen in Berufung und ich werde weiterhin für meine Unschuld kämpfen!“ Das Urteil ist damit noch nicht rechtskräftig. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

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