Formel 1 in Mexiko
Krönung nach wildem Rennen: Antonelli schreibt Geschichte
Aktualisiert am 01.11.2026 – 23:30 UhrLesedauer: 4 Min.
Zwei Punkte fehlten Kimi Antonelli zum WM-Titel. Und in Mexiko zeigte der Italiener die notwendige Leistung. Dabei war das Rennen aber turbulent.
Kimi Antonelli ist der jüngste Formel-1-Weltmeister der Geschichte. Der erst 20 Jahre alte Italiener wurde beim Großen Preis von Mexiko Dritter und sicherte sich somit den Triumph. Der Vorsprung des Mercedes-Piloten war so groß, dass ihm selbst Rang neun in jedem Fall zum Titel gereicht hätte. Nach der Zieleinfahrt brach Antonelli vor Freude in Tränen aus. „Vielen Dank, wir haben es geschafft“, sagte er erleichtert. „Ich bin sprachlos.“
Den Tagessieg in Mexiko holte sich Max Verstappen im Red Bull, auf Rang zwei folgte Lewis Hamilton, der von der Pole-Position gestartet war. Hamiltons Teamkollege Charles Leclerc wurde Vierter.
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Das Rennen war dabei mehr als 40 Minuten lang unterbrochen. Grund dafür war ein schwerer Unfall Valterri Bottas‘. Der finnische Cadillac-Pilot flog in einer Kurve ab, krachte in die Streckenbegrenzung. Ein Fahrerfehler war es aber nicht. Offenbar versagte vorne die Aufhängung, sodass Bottas keine Chance mehr hatte, den Cadillac abzufangen.
So lief das Rennen
Besonders nervös wirkte Antonelli nicht vor dem Rennen der Rennen seiner noch jungen Karriere. Ein letzter Händedruck mit Renningenieur Peter Bonnington, der schon mit Michael Schumacher und Hamilton bei Mercedes arbeitete, und er setzte sich in seinen Silberpfeil.
Papa Marco gab stolz und mit einem Lächeln Interviews, die Familie war da und die Stimmung einer WM-Entscheidung mehr als würdig. 2017 und 2018 hatte Hamilton zwei seiner insgesamt sieben Titel in Mexiko-Stadt klargemacht.
Die Devise war klar: Bloß kein Crash am Start. Antonelli stand in der zweiten Reihe auf Position vier. Die Pole – die 105. seiner Karriere – hatte sich Hamilton gesichert und verteidigte sie zunächst, wurde dann aber hart attackiert von Teamkollege Charles Leclerc. „Ich bin von meinem Teamkollegen rausgedrückt worden“, wütete Hamilton per Funk.

Statt weiter in Führung zu liegen, fiel er auf Platz drei zurück, Leclerc führte, dahinter Verstappen und dann Antonelli. Teamkollege George Russell fiel von Platz zwei auf fünf zurück und war auch in einen Vorfall verwickelt. Bei einem Nuller von Antonelli hätten entweder sein Teamkollege Russell, der nur Sechster wurde, oder Hamilton gewinnen müssen, um die Krönung noch mal zu verschieben.
Es dauerte eine Weile, bis die Rennkommissare entschieden: Fünf Sekunden für Leclerc, zehn für Russell. „Nur fünf Sekunden?“, fragte Hamilton entsetzt sein Team. Die Stewards würden Leclerc den Sieg schenken. Mit Wut im Bauch näherte sich Hamilton seinem Teamkollegen nach dem Reifenwechsel unaufhaltsam.











