Nach Vorfall im Mai
Russland blockiert Öl für Deutschland: Land protestiert
05.11.2026 – 14:06 UhrLesedauer: 1 Min.
Kasachstans Öllieferungen sind aktuell unterbrochen, weil Russland als Transitland sie blockiert. Nun gibt es eine neue Entwicklung.
Die kasachstanische Regierung hat Russland offiziell aufgefordert, den Transit von Öl aus Kasachstan über die Druschba-Pipeline zur deutschen Raffinerie Schwedt wieder aufzunehmen. Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax und die unabhängige russische Zeitung „The Bell“ berichten, erklärte der kasachstanische Energieminister Jerlan Akkenschenow, er habe die Anfrage persönlich an russische Beamte übergeben.
Russland hatte den Transit am 1. Mai gestoppt. Begründet wurde die Maßnahme mit technischen Schwierigkeiten. Laut Akkenschenow über die technischen Möglichkeiten, um die Lieferungen wieder aufzunehmen. Nun warte man auf eine Antwort Moskaus. Akkenzhenov hatte zuvor unter Berufung auf inoffizielle Informationen angedeutet, dass ukrainische Angriffe auf russische Ölinfrastruktur zu den Störungen beigetragen haben könnten.
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Bis zur Aussetzung der Lieferung war kasachstanisches Öl für 20 bis 30 Prozent des Rohölbedarfs der Raffinerie Schwedt verantwortlich. Nach 2,1 Millionen Tonnen im Vorjahr sollten in diesem Jahr rund drei Millionen Tonnen Öl aus Kasachstan fließen. Angekommen sind durch den Stopp bisher lediglich 1,02 Millionen Tonnen.
Die Raffinerie in Schwedt produziert einen Großteil des in Berlin und Brandenburg verwendeten Benzins, Diesels und Flugkraftstoffs produziert. Sie befindet sich mehrheitlich im Besitz deutscher Tochtergesellschaften des russischen Konzerns Rosneft, die seit 2022 unter deutscher Regierungskontrolle stehen.














