Tennisstar vor US Open
Die Welt ist jetzt eine andere für Alexander Zverev
17.08.2026 – 17:51 UhrLesedauer: 5 Min.

Der erste deutsche Tennis-Grand-Slam-Sieger seit 30 Jahren zählt auch in New York zu den Favoriten. Dabei hat er an das Turnier nicht nur gute Erinnerungen.
Das Abenteuer Nordamerika 2026 begann mit dem denkbar schlechtesten Start für Alexander Zverev. Beim Masters-Turnier im kanadischen Montréal scheiterte Deutschlands bester Tennisspieler bereits zum Auftakt in der ersten Runde am Niederländer Tallon Griekspoor. „Das war wahrscheinlich mein schlechtestes Match der Saison. Ich habe nicht viele schlechte Partien gespielt, aber diese war definitiv die schlechteste“, sagte Zverev nach der enttäuschenden Leistung beim 7:6 (7:3), 2:6, 4:6 gegen den Weltranglisten-69.
Aktuell schlägt er in Cincinnati auf, der Generalprobe für die US Open in New York, das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres, das am 30. August beginnt. Und Zverev hat sich doch einmal mehr viel vorgenommen. Schließlich sei 2026 bisher „ein gutes Jahr“ gewesen, „aber die Saison ist noch nicht vorbei“, sagte der Hamburger schon vor seinem Abflug nach Kanada.
Dieses Jahr ist die Tenniswelt schließlich eine andere für den mittlerweile 29-Jährigen. Durch seinen Sieg bei den French Open im Juni endete eine 30-jährige Durststrecke, als bis dahin letzter deutscher Grand-Slam-Sieger konnte Boris Becker 1996 die Australian Open gewinnen.
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Vor allem aber ging endlich die lange Jagd des 1,98-Meter-Manns nach seinem ersten Titel bei einem Major-Turnier zu Ende. Schon 2025 stand er im Endspiel von Melbourne, unterlag dort aber dem aktuellen Weltranglistenersten Jannik Sinner. Genau wie in Wimbledon vor wenigen Wochen. Immerhin schrieb er mit der Endspiel-Niederlage in London trotzdem deutsche Tennisgeschichte: Keinem anderen Spieler aus der Bundesrepublik war es zuvor gelungen, das Endspiel bei allen vier Grand Slams zu erreichen, weder Boris Becker noch Michael Stich schafften das.
Gute und schlechte Erinnerungen an New York
Auch in New York gehört er nun wieder zu den Favoriten. So ist es seit Paris, und so wird es wohl auch über die kommenden Jahre bleiben. Die Bürde eines Grand-Slam-Siegers. Damit muss er zurechtkommen.
Und das nun ausgerechnet bei den US Open. Das Turnier in Flushing Meadows ist ein Besonderes in Zverevs Karriere – im Guten wie im Schlechten. Dort erreichte der Hamburger nämlich zum ersten Mal überhaupt ein Grand-Slam-Finale. 2020 war das, mitten in der Corona-Pandemie. Vor fast komplett leeren Rängen im Arthur Ashe Stadium erlebte er dann aber ein Drama gegen den Österreicher Dominic Thiem: Zverev gewann die ersten beiden Sätze klar – und verlor am Ende doch noch mit 6:2, 6:4, 4:6, 3.6, 6:7 (6:8).














