Wo die Bürger am meisten zahlen und wo am wenigsten
Weil ein hoher Hebesatz allein aber noch nichts über die tatsächliche Belastung aussagt, vergleicht der BdSt zusätzlich das geplante Pro-Kopf-Aufkommen – also die Grundsteuer-Einnahmen einer Stadt, umgelegt auf jeden Einwohner.
Am höchsten liegt es 2026 in Darmstadt mit rund 411 Euro pro Kopf, gefolgt von Witten (369 Euro) und Rüsselsheim am Main (350 Euro). Unter den Spitzenreitern finden sich fast ausschließlich Städte aus Hessen und wiederum Nordrhein-Westfalen.
Am unteren Ende der Skala stehen fast durchweg ostdeutsche Städte. Das niedrigste Pro-Kopf-Aufkommen hat Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern mit rund 95 Euro, gefolgt von Jena (110 Euro), Weimar (118 Euro) und Gera (122 Euro). Für die Bürger dort ist die Grundsteuer damit im Schnitt rund viermal niedriger als in Darmstadt.
Embed
Grundsteuer C ist bisher ein Randphänomen
Wenn hier von „Grundsteuer“ die Rede ist, geht es streng genommen um die sogenannte Grundsteuer B, also die Steuer für bebaute und unbebaute Grundstücke des privaten oder gewerblichen Grundvermögens. Das „B“ grenzt sie von der Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Flächen ab. In der Kommunaldatenbank betrachtet der Bund der Steuerzahler ausschließlich die Grundsteuer B für Wohngrundstücke, nicht für Gewerbegrundstücke.
Neu ins Spiel gebracht hat die Reform zudem die sogenannte Grundsteuer C, ein Sonderhebesatz auf unbebaute, aber baureife Grundstücke, den Gemeinden optional verlangen können. Damit sollen Kommunen gegen Spekulation vorgehen und Bauen attraktiver machen. Bislang nutzen das aber nur wenige.















