Invasive Art zerstört Küste
Sylt sagt Hitler-Blume den Kampf an
Aktualisiert am 01.09.2026 – 14:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit dem 19. Jahrhundert breitet sich die Kartoffelrose an den deutschen Küsten aus. Die Insel Sylt sagt der invasiven Art den Kampf an.
Auf der Nordseeinsel Sylt sind seit dem Frühjahr große Teile der Dünen mit Textilbahnen abgedeckt. So soll eine invasive Rosenart bekämpft werden. Wie der Kreis Nordfriesland in einem Pressestatement schreibt, bedroht die sogenannte Kartoffelrose die „charakteristischen Küstendünen- und Heidelandschaften“.
Ursprünglich ist die Rosa rugosa in Ostasien heimisch – schon im 19. Jahrhundert wurde sie aber in Europa eingeführt. Weil die Pflanze besonders robust und frosthart ist, sollte sie zur Befestigung der Dünen dienen. Später kippte dieser Effekt: Die Blume verdrängte immer mehr einheimische Arten.
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Die Kartoffelrose ist in den Medien auch als „Adolf-Hitler-Rose“ bekannt. Während der NS-Zeit wurde die Kartoffelrose auch verstärkt von den Nazis angepflanzt. Die Betonbunker der Deutschen wurden mit der Blume als Tarnmaßnahme überwuchert.

Sylt: Invasive Art zieht Schmetterlinge an
Durch die Kartoffelrose verbreitet sich an den Küsten von Sylt auch der Goldafter. Die Populationen des heimischen Schmetterlings sind laut dem Kreis Nordfriesland schon durch den Klimawandel gestiegen. Mit der Kartoffelrose finden die Insekten einen praktischen Hauptwirt.

Lästig ist der Goldafter wegen seiner Raupen: Sie haben Brennhaare, die beim Menschen zu einem starken Juckreiz führen können. Wie der Kreis schreibt, könne er mehrere Tage anhalten – außerdem seien auch allergische Reaktionen möglich.
Die aktuellen Bekämpfungsmaßnahmen werden durch eine Fachfirma durchgeführt. Das sandfarbene Geotextil soll in dem bedrohten Gebiet für zwei bis drei Jahre liegen bleiben – so soll nachhaltig verhindert werden, dass neue Triebe der Rose aufkeimen. Vorher wurden die Rosen abgemäht, ohne Licht soll dann die Fotosynthese der Blumen verhindert werden.














