Oktober 6, 2026 3:58 p.m. CEST

Geduldsprobe für andere Autofahrer

Teenager filmt Autokorso – dann eskaliert die Situation


06.10.2026 – 13:40 UhrLesedauer: 2 Min.

Autokorso (Symbolbild): Gegen einen 27-Jährigen laufen Ermittlungen wegen Nötigung im Straßenverkehr. (Quelle: Ulrich Roth, www.ulrich-roth.com via www.imago-images.de/imago)

Ein Hochzeitskorso bremst mitten in Hannover den Verkehr aus. Als ein 17-Jähriger die Szenen filmt, wird er angegriffen.

Ein Hochzeitskorso ist am Wochenende in Hannover derart aus dem Ruder gelaufen, dass es zu Handgreiflichkeiten mit einem 17-Jährigen kam. Gegen einen 27-Jährigen, der an der Spitze des Korsos gefahren sein soll, wird wegen Nötigung im Straßenverkehr ermittelt, wie eine Polizeisprecherin t-online sagte.

Der Korso aus fünf bis sieben Fahrzeugen war am Samstagnachmittag über die viel befahrene Raschplatzhochstraße im Innenstadtbereich gefahren. Doch auf einmal habe der 27-jährige Golf-Fahrer an der Spitze angehalten – „mittig zwischen zwei Fahrstreifen“, wie die Beamten schilderten. Die Folge: Andere Verkehrsteilnehmer mussten sich in Geduld üben, kamen nicht an dem Korso vorbei. Die Autoschlange wuchs so auf 20 bis 30 Fahrzeuge an.

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Auch ein 17-Jähriger war laut Polizei betroffen. Da er auf einem kleinen Motorrad unterwegs war, konnte er sich jedoch an dem Stau vorbeischlängeln. Dann, so die Polizei, versuchte der Teenager, den 27-Jährigen und sein Auto mit seinem Handy zu filmen.

27-Jähriger muss zurückgehalten werden

Daraufhin eskalierte die Situation: Der 27-Jährige habe sich gegen die Filmaufnahmen gewehrt, sei ausgestiegen und habe mehrfach gegen die Arme des Jugendlichen geschlagen. Dieser sei dadurch zwar nicht verletzt worden, habe jedoch aufgehört zu filmen. Mehrere weitere Beteiligte hätten den 27-Jährigen daraufhin zurückhalten müssen. Anschließend hätten die Teilnehmer des Korsos ihre Fahrt fortgesetzt – noch bevor die Polizei vor Ort war. Durch das Kennzeichen und weitere Ermittlungen sei man dem Tatverdächtigen jedoch auf die Spur gekommen, erklärte die Polizeisprecherin.

Die Ermittler suchen nun Zeugen, die etwas von dem Vorfall mitten in Hannover mitbekommen haben. Wer selbst betroffen ist, soll sich unter 0511 109-2717 melden. Von Interesse sind laut Polizei auch Menschen, die das Geschehen gefilmt oder fotografiert haben.

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