Hohe Nachfrage
Jackpot seit Monaten unangetastet – ein Novum in der Geschichte
11.08.2026 – 05:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit Ende März 2026 hat niemand die richtigen Zahlen getippt. Der Jackpot bei „6 aus 49“ steht so lange auf dem Höchststand wie nie zuvor.
Der Lotto-Jackpot bei „6 aus 49“ ist seit Ende März 2026 nicht mehr geknackt worden – so lange wie in keiner früheren Phase der Spielgeschichte. Seit dem 27. Mai liegt er zudem dauerhaft bei der Höchstgrenze von 50 Millionen Euro Gewinn. Diese große Zahl zieht die Tipper an – und löst bei den Lottogesellschaften klingelnde Kassen aus.
Die bundesweiten Spieleinsätze lagen zuletzt deutlich über denen des Vorjahres. Bei der Ziehung am Samstag, 9. August 2026, wurden bundesweit rund 54,6 Millionen Euro bei „6 aus 49“ eingesetzt, bei der Mittwochsziehung am 6. August waren es rund 35 Millionen Euro.
Ein Jahr zuvor lagen diese Werte deutlich niedriger: Am Samstag, 9. August 2025, betrugen die Einsätze rund 39,5 Millionen Euro, am Mittwoch, 6. August 2025, rund 23,7 Millionen Euro. Auch in den Ziehungen der Monate Juni und Juli 2026 lagen die Spieleinsätze jeweils über den Vorjahreswerten.
Sprecherin Kerstin Waschke, Sprecherin bei der sächsischen Lottogesellschaft, erklärte, längere Jackpot-Phasen könnten das Interesse an Lotto zeitweise erhöhen. „Welche Auswirkungen sich daraus auf das Gesamtjahr ergeben, lässt sich erst in der Gesamtbetrachtung des Jahres belastbar einordnen“, so Waschke.
Längste Jackpot-Phase bei Lotto
Dass die höchste Gewinnklasse so lange nicht getroffen wurde, gab es bei Lotto noch nie. Im Jahr 2023 warteten die Lottospieler je einmal 17 und 16 Ziehungen, bis der Jackpot fiel. Das waren die bislang längsten ununterbrochenen Jackpotphasen, wie Sachsenlotto mitteilte.
Auffällig außerdem: Der Lotto-Jackpot ist 2026 überhaupt erst zweimal geknackt worden: am 24. Januar und am 25. März – auch das gab es noch nie zuvor in der Lotto-Geschichte. Im Jahr 2025 konnte der Jackpot 20 Mal abgeräumt werden, 2024 klappte dies laut Sachsenlotto 18 Mal. Das Jahr 2026 hat bei den Spitzengewinnen also noch Luft nach oben.
Auch die nächsten Jackpots werden hoch
Seit Ende 2023 gilt bei Lotto „6 aus 49“ ein Maximaljackpot von 50 Millionen Euro. Seither wird auch der Höchstgewinn nach Erreichen der Obergrenze nicht mehr zwangsausgeschüttet. Das Geld, das dadurch zusätzlich Woche für Woche bei Lotto landet, wird in den sogenannten Überlauf gesteckt – ein Polster für den nächsten Jackpot.
Durch die lange Phase, in der niemand die nötigen Zahlen korrekt getippt hat, ist auch der Überlauf pickepackevoll: Würde der Jackpot an diesem Mittwoch geknackt werden, stünden auch am Samstag wieder 50 Millionen Euro zur Ausspielung an. Gewänne eine Person auch diese Summe, würde der Jackpot am Mittwoch kommender Woche sich aus ungefähr 15,5 Millionen Euro aus dem Überlauf und der noch unbekannten Ausschüttungssumme dieser Ziehung zusammensetzen.
Extrem niedrige Wahrscheinlichkeit
Auch wenn die 50 Millionen Euro verlockend sind – die Chance auf den Jackpot ist äußerst gering. Die Wahrscheinlichkeit, die höchste Gewinnklasse mit sechs Richtigen plus Superzahl zu treffen, liegt nach Lotto-Angaben bei 1:140 Millionen. Übersetzt in einen anschaulichen Vergleich bedeutet das, es ist genauso (un-)wahrscheinlich, den Jackpot im klassischen Lotto zu knacken, wie mit verbundenen Augen auf einem Fußballfeld mit rund 140 Millionen grünen Halmen den einzigen rot gefärbten Grashalm zu greifen.















