Oktober 15, 2026 9:25 p.m. CEST

„Hidden Champion“

Maschinenbauer Pedax beantragt erneut Insolvenz


Aktualisiert am 15.10.2026 – 18:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Maschinenbauer bei der Arbeit (Symbolbild): Pedax hatte schon einmal Insolvenz beantragt. (Quelle: Marijan Murat/dpa/dpa-bilder)

Der Eifel-Betrieb gilt als „Hidden Champion“ – doch hohe Zinsen, Baukosten und ein schwacher Stahlmarkt bringen Maschinenbauer Pedax erneut zu Fall.

Zum zweiten Mal innerhalb von 13 Jahren steckt der Maschinenbauer Pedax aus Bitburg in einem Insolvenzverfahren. Das Unternehmen, das Betonstahlverarbeitungsmaschinen herstellt und mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigt, hat nach Angaben von Insolvenzanwalt Phillip-Boie Harder (Kanzlei Anure, Düsseldorf) die Eröffnung des Verfahrens beantragt – als Stichtag ist der 1. November vorgesehen.

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Die Ursachen sind vielfältig: Explodierende Baukosten, hohe Zinsen und niedrige Stahlpreise hätten die Investitionsbereitschaft der Kunden stark gedämpft, erklärt Harder. „Das Baugewerbe ist seit mehreren Jahren eine kritische Branche“, so der Rechtsanwalt.

Trotz der angespannten Lage laufe der Betrieb am Standort Bitburg weiter. „Wir konnten für alle Produkte und Kunden Lösungen finden“, sagt Harder, und auch neue Aufträge seien gewonnen worden. Die Mitarbeiter erhalten derzeit Insolvenzgeld – eine staatliche Lohnersatzleistung für den Fall der Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers.

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Pedax gilt als „Hidden Champion“

Besonders überraschend kommt der Einbruch, weil Pedax in der Eifel als „Hidden Champion“ gilt: ein mittelständisches Unternehmen mit starker internationaler Aufstellung, das auf dem Weltmarkt als Nischenführer agiert, ohne groß in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden.

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Die Geschichte des Unternehmens reicht bis in die 1920er-Jahre zurück. Der Standort Bitburg besteht seit rund 50 Jahren, den Namen Pedax trägt das Unternehmen seit der Jahrtausendwende. Seit 2020 befindet es sich im Besitz des dänischen Unternehmers Ivan Bjerg-Larsen.

Bereits 2013 hatte Pedax einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt – damals bedingt durch eine Auftragsflaute und Preisdruck auf dem Weltmarkt. Damals war die Sanierung erfolgreich. Ob dies erneut gelingt, ist noch offen.

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