Bundesweite Aktion
Aktivisten protestieren vor zwei Kölner Ikea-Filialen
08.11.2026 – 10:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Deutschlandweit protestieren Mitglieder von Greenpeace gegen Ikea. Auch in Köln kommt es zu zwei Aktionen. Was dahintersteckt.
Mitglieder von Greenpeace haben am Samstag vor den Kölner Ikea-Filialen in Godorf und Am Butzweilerhof gegen „die Zerstörung ökologisch wertvoller Wälder“ protestiert. Die Aktion war Teil eines bundesweiten Protests, wie die Umweltschutzorganisation mitteilte. Insgesamt sei es vor 45 Filialen des schwedischen Möbelkonzerns zu Aktionen gekommen.
In Köln versammelten sich rund zehn Aktivisten vor den beiden Standorten. Sie präsentierten ein Banner mit der Aufschrift „Ikea vermöbelt Schutzgebiete“. Daneben war eine überdimensionale Figur im Stil des Strichmännchens aus den Ikea-Montageanleitungen zu sehen, die eine Kettensäge in der Hand hielt. In der Filiale stellten sie kleine Schildchen mit demselben Motiv auf, wie ein Video auf Instagram zeigt.
Ikea soll Holz aus schützenswerten Wäldern verwenden
Hintergrund der Proteste waren aktuelle Recherchen von Greenpeace aus Schweden und Rumänien. Diese sollen belegen, dass Holz aus alten schwedischen Wäldern in Ikeas Lieferketten gelangt ist. Diese sogenannten Kontinuitätswälder hätten sich über Jahrhunderte weitgehend natürlich entwickeln können und seien unter anderem wichtige Lebensräume für Rentiere, heißt es. Sie spielten zudem eine zentrale Rolle für die traditionelle Lebensweise der Sami, der letzten indigenen Bevölkerung Europas.
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Auch in Rumänien dokumentierte Greenpeace nach eigenen Angaben die Zerstörung eines rund 170 Jahre alten Waldes. Das Gebiet sollte unter besonderen Schutz gestellt werden. Noch bevor dieser wirksam wurde, sei der Wald jedoch für einen Ikea-Zulieferer abgeholzt worden.
Harald Pessara von Greenpeace Köln erklärte: „Ikea verkauft uns das Bullerbü-Idyll, doch die Realität im Wald sieht anders aus.“ Der Konzern müsse dringend seine Lieferketten aufräumen. „Holz aus schützenswerten Wäldern hat bei Ikea nichts verloren.“
