Mögliche Ausgangspunkte für einen Gletscherseeausbruch in Tibet
Der genaue Ort des möglichen Dammbruchs oder Gletscherabbruchs wurde noch nicht identifiziert. Bookhagen vermutet aber, dass die aktuelle Flut in demselben Gebiet ausgelöst wurde wie die Flut im vergangenen Jahr. Satellitenbilder vom 12. August 2026 zeigen die Gletscher und die Gewässer des Gebiets im chinesischen Teil des Trishuli-Einzugsgebiets, nördlich der Grenze zu Nepal.
„Die blauen und türkisfarbenen Flächen markieren die Gletscherseen, die grundsätzlich als mögliche Ausgangspunkte für einen Gletscherseeausbruch infrage kommen“, erläuterte der Geomorphologe, der auf die Analyse von Geländeformen spezialisiert ist.
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Katastrophe im Himalaya: Ist eine zweite Sturzflut in Nepal möglich?
Eine dringende Frage bleibt derzeit offen: Könnte der ersten Flutwelle eine zweite folgen? Bookhagen schließt nicht aus, dass es zu einem weiteren Gletscherseeausbruch kommen könnte. „Wenn noch mehr Eis schmilzt oder ein zweiter See daneben liegt, wäre theoretisch ein weiteres Ereignis möglich“, sagt er t-online. Für wahrscheinlich hält er dieses Szenario allerdings nicht.
„Denn bei einem solchen katastrophalen Dammbruch wird praktisch alles mitgenommen. Und wenn ein Nachbarsee ebenfalls in einem gefährlichen Zustand gewesen wäre, hätte der Dammbruch so starke Erschütterungen verursacht, dass wahrscheinlich auch dieser ausgebrochen wäre“, so Bookhagen.
Denkbar sei deshalb, dass an der aktuellen Flut gleich zwei Seen beteiligt waren. „Sicher ist das bislang nicht“, gibt der Experte aber zu bedenken.
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Satellitenbilder zeigen möglichen Gletscherabbruch in Nepal
Wo die natürliche Barriere brach, versuchen Bookhagen und andere Fachleute nun mithilfe von Satellitenbildern herauszufinden. „Wir müssen auf neue Satellitenbilder warten und dann eine Vorher-Nachher-Analyse machen“, sagt der Professor. Erst damit könnte sich feststellen lassen, wo der Damm brach und ob möglicherweise mehr als ein See beteiligt war.
Simon Cook, ein Gletscherexperte von der University of Dundee, sagte der BBC, sein Team habe festgestellt, dass der untere Teil eines Gletschers in Nepal nahe dem Gipfel Langtang Lirung eingestürzt sei. Der Gletscher liegt etwa 15 Kilometer westlich des Gebiets, in dem es zu den Überschwemmungen kam.













