260.000 Stück zurückgerufen
Frankreich warnt vor gefährlichen Kondomen
22.08.2026 – 01:36 UhrLesedauer: 1 Min.
In Frankreich sind bei Kondomen Produktions- und Deklarationsfehler gefunden worden. Die Gesundheitsbehörde DGS rät Verbrauchern zur Vorsicht.
Französische Behörden warnen vor Kondomen, die möglicherweise nicht sicher sind und online sowie in Apotheken und anderen Läden verkauft werden. Bislang sind 260.000 Stück zurückgerufen worden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Bei zwei Produkten sei in Tests festgestellt worden, dass sie reißen könnten oder es Perforationen gibt. Es handelt sich um Produkte des japanischen Unternehmens Okamoto Industries sowie der französischen Marken „My Lubie“ und „Friday Bae“.
Die französische Behörde zur Betrugsbekämpfung DGCCRF und die Gesundheitsbehörde DGS fanden auf Online-Marktplätzen 30 Kondom-Produktreihen, denen das EU-Konformitätszeichen oder die Kennzeichnung in französischer Sprache fehlte. Davon seien bereits etwa 1.000 Packungen mit mehr als 40.000 Kondomen verkauft worden, hieß es in der Erklärung. Die Plattformen hätten sich bereit erklärt, die Angebote zu entfernen.
Behörde rät zu Schwangerschaftstests
Die Behörden rieten Personen, die diese Kondome verwendet haben, sich auf sexuell übertragbare Krankheiten untersuchen zu lassen und im Falle einer ausgebliebenen Periode einen Schwangerschaftstest durchzuführen.
Pierre Lagache, Geschäftsführer von My Lubie, erklärte gegenüber Reuters, der Rückruf betreffe lediglich eine Charge, die im Test negativ ausgefallen sei, obwohl Folgetests derselben Charge die Konformität bestätigt hätten. Dennoch habe man sich zu einem Rückruf entschieden, als Vorsichtsmaßnahme.














