Eklat auf dem Oktoberfest
FDP-Stadtrat wohl nach Israel-Streit geohrfeigt
30.09.2026 – 18:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Schottenhamel-Festzelt soll der FDP-Fraktionschef nach einem Streit über israelkritische Parolen ins Gesicht geschlagen worden sein. Nun reagiert der OB.
FDP-Fraktionschef Jörg Hoffmann soll im Schottenhamel-Festzelt von einer Frau ins Gesicht geschlagen worden sein. Zuvor soll er nach eigenen Angaben gegen israelfeindliche Parolen aus dem Umfeld der Linksjugend eingeschritten sein. Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) entzog der Stadtratsfraktion der Linken daraufhin ihren Wiesn-Tisch für das laufende Oktoberfest. Darüber berichteten zuerst die „tz“ und die „Süddeutsche Zeitung“.
Nach Darstellung Hoffmanns hatte die Linken-Fraktion ihren reservierten Tisch in der Ratsboxe im Schottenhamel-Zelt an Gäste aus dem Umfeld der Linksjugend weitergegeben. Dort seien israelfeindliche Parolen gerufen worden, viele hätten Palästinensertücher getragen und geschwenkt. Seine Fraktionskollegin Patricia Riekel sagte, die Gruppe habe die Internationale sowie „Free Palästina“ gesungen.
Frau habe Hoffmann „eine Watschn verpasst“
Hoffmann sprach die Gruppe nach eigenen Angaben an und forderte sie auf, das zu unterlassen. Er meldete den Vorfall anschließend beim Zeltbüro, die Security verwies die Tischgesellschaft hinaus.
Kurz darauf seien drei Frauen zurückgekommen, die zuvor nicht am Tisch gewesen seien, sagte Hoffmann. Sie hätten ihn demnach beschimpft und ihm vorgeworfen, einen Genozid zu unterstützen. Hoffmann sagte: „Am Ende hat mir eine Dame eine Watschn verpasst.“ Riekel bestätigte, die Ohrfeige wahrgenommen zu haben.
Linken-Fraktionschef Stefan Jagel entschuldigte sich bei Hoffmann und nannte den Vorfall ein „No-Go“. Er sagte zudem, die Frau, die zugeschlagen habe, sei kein Mitglied der Linken oder der Linksjugend gewesen.
Oberbürgermeister Krause entzog der Fraktion nach Angaben eines Sprechers den Wiesn-Tisch für den Rest des laufenden Oktoberfests.
Hoffmann verzichtet nach eigenen Angaben auf eine Strafanzeige, will den Vorfall aber im Ältestenrat der Stadt ansprechen: „Der Vorgang ist ungeheuerlich.“















