Anschlag auf den CSD
Fast 2.000 gewaltorientierte Islamisten in Berlin
Aktualisiert am 27.07.2026 – 08:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein mutmaßlicher Islamist soll hinter dem Anschlag auf den Berliner CSD stecken. Dabei gibt es wohl zahlreiche Gleichgesinnte in der Hauptstadt.
In Berlin gibt es offenbar fast 2.000 gewaltorientierte Islamisten. Die islamistische Szenen in der Hauptstadt sei relativ groß, erklärte der Extremismusexperte Hans-Jakob Schindler dem „Tagesspiegel“.
Demnach gebe es in Berlin 1.940 zumindest gewaltbereite Islamisten. Der islamistischen Szenen insgesamt werden in der Bundeshauptstadt 2.590 Menschen zugerechnet. In ganz Deutschland weist der Verfassungsschutzbericht für 2025 mehr als 9.000 zumindest gewaltorientierte Islamisten aus.
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Schindler betont: „Wir reden hier über ein erhebliches Personenpotential.“ Eine lückenlose Überwachung sei für die Polizei nicht machbar – auch bei Beschränkung auf die als besonders gefährlich geltenden Gefährder. Zudem betonte er: „Die Behörden können niemanden in Haft nehmen, der noch keine Straftat begangen hat. Das ist in einem Rechtsstaat ja auch richtig so.“
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Auch Schutzmaßnahmen für öffentliche Räume seien begrenzt. In Bezug auf den Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day betonte er: „Es kann nicht die ganze Stadt abgepollert und heruntergefahren werden, wenn eine Veranstaltung stattfindet.“ Die Parade sei gut gesichert gewesen; der Täter habe seine Opfer „unmittelbar hinter der Absperrung“ getroffen.
Am Samstagabend war ein Auto im Tiergarten in eine Menschenmenge gefahren. Eine Frau starb, 29 Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt. Als Tatverdächtiger gilt der Berliner Abdul Ballout, der offenbar bereits versucht hatte, sich der Terrororganisation IS anzuschließen. Die Ermittler gehen daher von einem islamistischen Terroranschlag aus. Ballout wurde am Tag nach der Tat bei einem Polizeieinsatz in Berlin-Spandau erschossen.















