September 19, 2026 12:19 a.m. CEST

Große Gefahr für den Flugverkehr

Experte: So kann man Flughäfen vor Drohnen schützen

Aktualisiert am 04.10.2025 – 02:43 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Amateurdrohne in der Luft: Auch sie kann einen Flughafen lahmlegen. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Robin Utrecht/imago)

Ein virtueller Zaun an Flughäfen und Kennzeichnung von Drohnen: Experten fordern Maßnahmen nach den Vorfällen in München.

Luftfahrtexperten haben nach den jüngsten Zwischenfällen mit Drohnen an Flughäfen eine verpflichtende Kennzeichnung gefordert. „Wir brauchen eine komplette und verpflichtende Sichtbarkeit aller legalen Drohnen, damit sie schnell von illegalen unterschieden werden können“, sagte Gerald Wissel, Vorsitzender des Europäischen Verbands für unbemannte Luftfahrt, der Deutschen Presse-Agentur. Er stellte die Frage: „Wer entscheidet, wenn ich eine Drohne sehe, ob die gut oder böse ist? Und woran entscheide ich das?“

Wissel erklärte, bei diesen Fragen stehe man noch am Anfang. Flughäfen in Deutschland seien aus seiner Sicht nicht ausreichend vor Drohnen geschützt. „Die Flughäfen müssen endlich hier investieren“, sagte der Fachmann von der Luftfahrt-Beratungsgesellschaft Airborne.

Wissel warnte vor den Gefahren, die von Drohnen an Flughäfen ausgehen könnten. „Das ist ein Fremdkörper in der Luft, der in die Triebwerke geraten kann, der kann in die Scheibe krachen und letztlich den An- und Abflug stören.“ Deshalb sei ein „virtueller Zaun“ an allen Flughäfen nötig, damit Drohnen nicht weiterfliegen könnten.

Mit Blick auf den anstehenden Reiseverkehr zeigte sich Wissel gelassen. Er rechnete nicht damit, dass sich die Vorfälle auf die Herbstferien auswirken. „Wenn die Leute reisen wollen, dann reisen sie auch. Dann vergessen sie schnell so etwas. Das haben wir auch bei der Corona-Zeit erlebt.“

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