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Einspeisevergütung oder Direktvermarktung: Was lohnt sich mehr?
17.10.2026 – 06:57 UhrLesedauer: 3 Min.

Jede Woche beantwortet ein Experte aus der t-online-Ratgeberredaktion eine Leserfrage rund ums Geld. Heute geht es um den Verkauf des selbst erzeugten Solarstroms.
In Deutschland besitzen rund fünf Millionen Haushalte eine Solaranlage, häufig auf dem Dach, manchmal aber auch auf dem Carport, dem Balkon oder der Gartenlaube. Seit fast 20 Jahren wird der Kauf einer Solaranlage auch staatlich gefördert, mittels der festen Einspeisevergütung für den Solarstrom, der ins Netz eingespeist wird. Vor allem in den 2000er-Jahren sollten damit die sehr hohen Investitionskosten abgemildert werden.
Doch damit soll es bald vorbei sein. Im Bundestag wird gerade das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verhandelt, das vorsieht, die Einspeisevergütung ab 2027 nach und nach für neue Anlagen abzuschaffen. Ganz beseitigt wird sie den Plänen zufolge zwar erst ab 2030, in der Zwischenzeit erhalten neue Solaranlagen aber nur eine Übergangseinspeisevergütung über einen Zeitraum von 36 Monaten. Danach müssen Solarbesitzer ihren Strom als Direktvermarkter selbst an der Strombörse verkaufen.
Grundsätzlich können das Solarbesitzer auch schon jetzt machen. Ein t-online-Leser hat einen Anbieter, der dies ermöglichen könnte. „Lohnt sich das, meinen Strom an der Börse zu verkaufen?“
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PV-Anlage optimieren: Wie viel Strom können Sie verbrauchen?
Für manche Eigentümer kann sich das jetzt schon lohnen. Allerdings kommt es darauf an, wie viel Strom Sie verkaufen möchten und wie viel Sie selbst im Haus verbrauchen. Und es kommt auf den Vermarkter an, also das Unternehmen, das den Strom für Sie verkaufen soll. Aber der Reihe nach:
Zunächst einmal sollten Sie feststellen, wie viel Strom überhaupt an der Börse verkauft werden sollte. Am sinnvollsten – und am ertragreichsten – ist es nämlich, den selbst erzeugten Strom im eigenen Haushalt zu verbrauchen. Um den Verbrauch zu optimieren, kann es sich lohnen, zusätzliche Anschaffungen zu machen, beispielsweise einen Stromspeicher zu installieren, ein Elektroauto samt Wallbox zu kaufen und die Heizung auf Strom umzustellen, also eine Wärmepumpe installieren zu lassen.
Diese Geräte kosten natürlich auch alle Geld – doch wer all diese Anlagen besitzt und diese intelligent steuern lässt, kann Studien zufolge bis zu 80 oder 90 Prozent autark leben. Das bedeutet, dass man nur noch sehr geringe Mengen Strom aus dem Netz beziehen muss. Je größer die Einsparungen bei der eigenen Stromrechnung werden, desto schneller amortisieren sich die Investitionen in diese Geräte.
Wer in einem Mehrfamilienhaus lebt, kann den Solarstrom auch an Nachbarn oder Mieter verkaufen oder sogar verschenken. Das steigert die Eigenverbrauchsquote noch mehr. Mehr dazu lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema Energy Sharing.
Überschüssigen Strom an der Börse verkaufen
Haben Sie danach noch überschüssigen Strom oder können den Eigenverbrauch nicht ohne Weiteres spürbar steigern, kann es sich lohnen, diesen an der Börse zu verkaufen. Dazu müssen Sie einen Dienstleister beauftragen. Dies kann ein Energieunternehmen, ein Stadtwerk oder auch ein darauf spezialisiertes Unternehmen sein. Ein solches nimmt Ihnen den überschüssigen Solarstrom ab und verkauft ihn zu Börsenstrompreisen. Dafür erhält der Eigentümer eine Vergütung, die sich an dem Erlös orientiert.















