Krise der Autoindustrie
Zulieferer aus Magdeburg beantragt Insolvenz
16.10.2026 – 16:08 UhrLesedauer: 1 Min.
Erst kürzlich hat der Autozulieferer Weber Magdeburg seinen wichtigsten Kunden verloren. Nun kämpft das Unternehmen ums Überleben.
Der Autozulieferer Weber Magdeburg hat beim Amtsgericht Konstanz einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Gericht bestellte Rechtsanwalt Jan Markus Plathner am 14. Oktober zum vorläufigen Insolvenzverwalter, wie Plathner und das Gericht mitteilten.
Plathner will sich mit seinem Team vor Ort einen Überblick über die Lage verschaffen und Möglichkeiten zur Stabilisierung des Unternehmens prüfen. Im ersten Schritt werde eine Vorfinanzierung der Gehälter für die rund 120 Beschäftigten geprüft.
Die Weber Magdeburg GmbH gehört zur Albert Weber Unternehmensgruppe mit Sitz in Markdorf in Baden-Württemberg. Das Unternehmen fertigt nach eigenen Angaben seit rund 25 Jahren in Magdeburg Zylinderköpfe – wichtige Bauteile von Verbrennungsmotoren – für Oberklasse-Fahrzeuge.
Weber Magdeburg: Insolvenz zeichnete sich ab
Die schwierige Lage der deutschen Autoindustrie habe sich bereits im Sommer am Magdeburger Standort abgezeichnet, heißt es in der Mitteilung. Einen konkreten Anlass für den Insolvenzantrag nennt sie nicht.
Der Grund für den nun eingereichten Insolvenzantrag ist der Öffentlichkeit jedoch längst bekannt. Mit Porsche verlor das Unternehmen seinen wichtigsten Auftraggeber. Wie die IG Metall schon Anfang Juli publik machte, hatte der Autohersteller angekündigt, sämtliche Aufträge aus Magdeburg abzuziehen.
Für die Zulieferindustrie in Sachsen-Anhalt ist die Mitteilung von Weber Magdeburg ein weiterer Schlag. Erst kürzlich hatten Boryszew aus Gardelegen und Bohai Automotive Insolvenz angemeldet.













