Oktober 25, 2026 10:07 p.m. CET

„Mal den Riegel davorschieben“

Stefan Effenberg nimmt FC Bayern bei Kompany in die Pflicht


25.10.2026 – 17:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Stefan Effenberg: Er gewann mit dem FC Bayern die Champions League. (Quelle: HMB Media/Heike Feiner/imago-images-bilder)

Der Zusammenbruch von Bayern-Trainer Vincent Kompany bewegt die Fußballwelt. Auch Stefan Effenberg macht sich Sorgen – und nimmt den Klub in die Pflicht.

Stefan Effenberg macht sich nach dem Zusammenbruch von Bayern-Trainer Vincent Kompany Sorgen um den Belgier. Im „Doppelpass“ bei Sport1 sagte der t-online-Kolumnist: „Der Job kostet viel Energie. Du hast 25 oder 28 Spieler im Kader, die sind wie kleine Kinder, dazu kommen noch die PKs und so… das frisst einen schon auf.“ Der Münchner Ex-Spieler sieht dabei auch das Ärzte-Team des deutschen Rekordmeisters in der Pflicht „mal den Riegel davorzuschieben“.

Kompany war am Freitag bei einer Trainingseinheit der Bayern-Amateure zusammengebrochen, die er auf dem Rasen mitverfolgte. Mit einem Krankenwagen war er in eine Klinik gebracht worden, wo er sich auch immer noch aufhält. Laut Bayern-Sportvorstand Max Eberl, wird der Trainer dem Klub noch einige Wochen fehlen. Bereits vor seinem Zusammenbruch hatte Kompany mit einer Virusinfektion zu kämpfen. Ob ein Zusammenhang besteht, ist nicht bekannt.

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Trotz der Viruserkrankung hatte Kompany das Champions-League-Spiel der Münchner gegen den FC Arsenal am vergangenen Mittwoch betreut. Effenberg sagte dazu: „Natürlich will er bei solchen Spielen wie gegen Arsenal dabei sein, das kann ich auch nachvollziehen, aber das ist ein Zeichen, über das man nachdenken muss.“ Am Ende sei die Gesundheit das Wichtigste: „Es sind Dinge, über die man nachdenken sollte, alles in einem Rahmen zu halten.“

Die Arbeitswut Kompanys sieht er auch in der Rolle eines Trainers begründet: „Wenn es als Trainer nicht läuft, bist du weg. Das ist bei Spielern anders, die kommen trotzdem irgendwo anders unter.“

„Der Fels ist angreifbar“

Auch Borussia Mönchengladbachs Sportvorstand Rouven Schröder wählte nachdenkliche Worte. Kompany sei „ein Fels“ für die Bayern, aber eben nicht unverwundbar. „Ich sage das immer wieder, schau dir den Vinnie Kompany an, wie der mit Druck umgeht und auf Fragen antwortet, auf die er nicht reinfällt. Es prallt gefühlt alles an ihm ab, und jetzt merken wir, dass der Fels angreifbar ist“, so Schröder.

Um die Trainer nicht noch mehr unter Druck zu setzen, soll man seiner Meinung nach „nicht immer eine Geschichte daraus machen, wenn der Trainer mal nicht da ist.“ Kompany solle sich nun vollständig auskurieren und nicht den Fehler machen, früher zurückzukehren als es sinnvoll sei, sollte Bayern in seiner Abwesenheit Punkte verlieren.

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