Skistar erneut schwer verletzt
„Herzzerreißend“: Mutter spricht über Unfall ihres Sohnes
25.10.2026 – 14:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Aleksander Aamodt Kilde ist wieder mal schwer verletzt. Er kann nicht glauben, dass es schon wieder passiert ist. Seine Mutter fühlt mit ihm.
Aleksander Aamodt Kilde als den größten Pechvogel im Skisport zu bezeichnen, ist wohl nicht falsch. Vor wenigen Wochen musste der Norweger nämlich seinen nächsten verletzungsbedingten Rückschlag verkraften. Der 34-Jährige hatte bei einem Sturz im Abfahrtstraining in Chile einen Achillessehnenriss erlitten. „Es ist brutal und schwer zu akzeptieren“, schrieb Kilde danach bei Instagram. „Im Moment bin ich am Boden zerstört, wütend und frustriert. Ich brauche ein bisschen Zeit, um es zu verarbeiten.“
Es ist die nächste schwere Verletzung in seiner Karriere. Im Januar 2024 erwischte es den früheren Gesamtweltcupsieger besonders heftig: Bei einem Sturz in der berüchtigten Abfahrt von Wengen verletzte er sich schwer an Unterschenkel und Schulter. In der Folge saß er phasenweise sogar im Rollstuhl. Nun muss er erneut den langen Weg zurück auf die Piste antreten.
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In einem Interview mit dem norwegischen Sender NRK gab Kilde nun einen Einblick in sein Seelenleben. „Ich konnte nicht glauben, dass es wahr ist. ‚Warum stürze ich? Warum verletze ich mich immer wieder? Was ist da los?'“, so Kilde. „Aber beim Abfahrtsski sind die Folgen eines Sturzes nun einmal gravierend.“
Die gesamte Kraft habe sich auf den Knöchel und die Achillessehne ausgewirkt, „und dann machte es einfach klick. Ich spürte, dass etwas passiert war.“ Das alles fühle sich „sehr ungerecht an“. „Im letzten Jahr ist einiges zusammengekommen. Es war eine schwere Zeit. Nach ein paar Tagen ging es dann darum, die Situation zu verarbeiten und zu akzeptieren“, erklärt der Skistar.
Kristin Aamodt Kilde: „Er ist der widerstandsfähigste Mensch“
Wie schlimm die Situation auch für die Angehörigen gewesen sein muss, als sich der erneute Unfall ereignete, erklärte seine Mutter Kristin Aamodt Kilde. Sie selbst war im Urlaub in Italien, als der Anruf aus Chile kam. Zunächst befürchtete sie das Schlimmste, war aber erleichtert, als sie erfuhr, dass es sich nicht um einer Verletzung handelt, die sich schwerwiegend auf das weitere Leben ihres Sohnes auswirken könnte.
„Dennoch ist es herzzerreißend. Besonders jetzt, nachdem er so viel Arbeit in sein Comeback gesteckt hat – und gerade zu einem Zeitpunkt, an dem wir hören, dass er in Chile schnell unterwegs war“, sagt Kristin Aamodt Kilde. Doch sie ist fest davon überzeugt, dass ihr Sohn zurückkommen wird – wie er es so schon oft davor geschafft hat.
„Er ist der widerstandsfähigste Mensch, den ich kenne. Er lässt sich nicht unterkriegen und steht immer wieder auf. Er ist zudem unglaublich fleißig und positiv eingestellt“, erklärt sie. „Natürlich gibt es auch bei ihm schwere Tage. Aber wir versuchen, eher nach Möglichkeiten als nach Hindernissen zu suchen – und ich glaube, das hilft ihm, und uns als Familie.“
