Ab dem Mittag bis in die Abendstunden verstärkt sich die Lage. Zwischen 12 und 20 Uhr werden verbreitet Sturmböen erwartet – mit Geschwindigkeiten zwischen 60 und 75 Kilometern pro Stunde (Beaufort 7 bis 9) aus Südwest. In Verbindung mit Schauern können die Böen lokal noch stärker ausfallen und bis 85 Kilometer pro Stunde erreichen (Beaufort 9).
Weitere Warnungen gelten für Mittelgebirgslagen:
Oberhalb von 800 Metern gilt von 8 Uhr bis Mitternacht eine amtliche Warnung vor schweren Sturmböen. Erwartet werden Windgeschwindigkeiten zwischen 75 und 90 Kilometern pro Stunde (Beaufort 9 bis 10), anfangs aus Südwest, später aus West.
Oberhalb von 600 Metern sind bereits in der Nacht zum Samstag zwischen 0 und 8 Uhr Windböen von 50 bis 60 Kilometern pro Stunde (Beaufort 7) möglich.
In der Nacht zum Sonntag sind an der Nordsee einzelne Gewitter mit Platzregen möglich – begleitet von Böen der Stärke 8 bis 9 Beaufort (Bft). Am Sonntag selbst bleibt es in der Nordhälfte stürmisch. Besonders an den Küsten sind Sturmböen bis schwere Sturmböen (9 bis 10 Bft) möglich, auch in den Hochlagen der Mittelgebirge treten ähnliche Windgeschwindigkeiten auf. Durch wiederholte Schauer und Gewitter können an der Nordseeküste gebietsweise bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter binnen 24 Stunden fallen.
Am Montag lässt der Wind nur langsam nach. An der Nordsee sind mit geringer Wahrscheinlichkeit weiterhin stürmische Böen möglich. In Kammlagen der Mittelgebirge halten Sturmböen bis schwere Sturmböen (9 bis 10 Bft) an. Zugleich verursacht der Vorstoß milderer Luftmassen einen Temperaturanstieg. Am Montag und Dienstag sind in vielen Regionen Höchstwerte jenseits der 20-Grad-Marke möglich. Die Wetterlage passt damit zum typischen Muster: Auf den Sturm folgt ein Warmluftschub.
Der Dienstag bringt dann eine Wetterüberraschung: In der Südwesthälfte zeigt sich das Wetter freundlich und trocken, vielerorts setzt sich die Sonne durch. Im Osten fällt am Vormittag noch vereinzelt Regen, der aber rasch nachlässt. Auch im Norden bessert sich das Wetter mit zunehmenden Auflockerungen. Die Temperaturen steigen spürbar an – auf 17 bis 22 Grad, am Oberrhein lokal sogar bis 23 Grad. Damit stellt sich ein fast spätsommerliches Gefühl ein, das nach den kühlen Tagen zuvor kaum jemand erwarten würde.














