September 18, 2026 11:47 p.m. CEST

Küste, Berge und Städte betroffen

Gefährliche Wetterlage spitzt sich zu


Aktualisiert am 04.10.2025 – 10:23 UhrLesedauer: 2 Min.

Unwetter in Deutschland: Das Wettermodell ICON berechnet die Windgeschwindigkeiten für Sonntag, 11 Uhr. (Quelle: ICON/meteociel.fr)

Von der Nordsee bis zu den Alpen: Der DWD warnt vor einem gefährlichen Orkantief. Wo die Unwetter besonders kritisch werden.

Ein Orkantief fegt über Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor schweren Sturmböen an Küsten, auf Bergen und im Binnenland. Besonders betroffen sind die Nordseeinseln und exponierte Lagen in Norddeutschland. Auch Dauerregen und Gewitter sorgen regional für gefährliche Bedingungen.

Auf Sylt rechnet der DWD mit orkanartigen Böen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde. Auch auf anderen Inseln sowie entlang der Küste sind schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 100 Kilometer pro Stunde möglich. Im Binnenland von Niedersachsen und Schleswig-Holstein erreicht der Wind immerhin noch bis zu 70 Kilometer pro Stunde.

Video | Sturmlage: Unwetter ziehen über Deutschland:

Quelle: Glomex

Am Samstagvormittag flaut der Sturm dort zunächst ab – allerdings nur kurzzeitig. Denn bereits am Nachmittag nimmt der Wind erneut zu.

Auch an der Ostsee bleibt es stürmisch. In Mecklenburg-Vorpommern sind Böen um 70 Kilometer pro Stunde angekündigt, auf Rügen und dem Darß können es bis zu 90 Kilometer pro Stunde werden. In Berlin und Brandenburg erwarten die Meteorologen Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde, in Nordrhein-Westfalen bis zu 85. Auf den bayerischen Alpengipfeln sind Sturmböen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde möglich.

Verantwortlich für die Entwicklung ist ein sogenannter Bomben-Zyklon, der sich über dem Atlantik zusammengebraut hatte und im Tagesverlauf von Nordwesten nach Südosten durchzieht.

Neben dem Wind warnt der Deutsche Wetterdienst auch vor weiteren Wettergefahren. Im Nordwesten fällt bis zum Mittag teils kräftiger Dauerregen mit bis zu 45 Litern pro Quadratmeter. Besonders entlang der Weser sowie in Teilen Schleswig-Holsteins ist mit größeren Regenmengen zu rechnen.

Hinzu kommen ab dem Nachmittag in der Nordhälfte einzelne Gewitter. Dabei kann es zu Graupel, kurzen Platzregen und erneut zu schweren Sturmböen kommen. Vereinzelt ist auch kleinkörniger Hagel möglich.

Bereits am Freitag war das Sturmtief über Irland hinweggefegt. Dort kam ein Mann ums Leben, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldet. Rund 234.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Meteorologen zufolge zieht das Tief von Irland über Norwegen weiter nach Skandinavien – mit direkten Auswirkungen auch auf das Wetter in Mitteleuropa.

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