Formel 1
Deshalb blieben die Autos plötzlich stehen
04.10.2026 – 14:44 UhrLesedauer: 3 Min.

Beim Rennen in Malaysia bringt starker Regen eine Verzögerung des Starts. Als es endlich losgehen soll, lahmen auf einmal die Autos.
Der Große Preis von Bahrain in Malaysia hielt in der Formel 1 einige Kuriositäten bereit – nicht nur aufgrund des Namens. Das Rennen, das eigentlich schon im April in der Wüste von Sakhir hätte stattfinden sollen, aufgrund des Iran-Kriegs jedoch in den Oktober und nach Malaysia verlegt wurde, wird den Rennsport-Fans wohl noch länger in Erinnerung bleiben.
Zunächst musste der eigentlich für 9 Uhr deutscher Zeit geplante Start aufgrund schwerer Regenfälle verschoben werden. Das allein war noch nicht überraschend: Auf dem Kurs von Sepang, der von 1999 bis 2017 fester Bestandteil des Rennkalenders war, kam es auch in der Vergangenheit regelmäßig zu monsunartigen Regenfällen. 2009 war dort der Grand Prix nach 31 Runden sogar abgebrochen worden.
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So weit kam es in diesem Jahr nicht: Nach über 40 Minuten Verzögerung starteten die Piloten auf einige Einführungsrunden hinter dem Safety-Car. Soweit alles normal. Doch während die Fahrer sich gerade versuchten, auf dem rutschigen Kurs zurechtzufinden, ereignete sich dann ein Kuriosum: Einige Autos, unter anderem der Red Bull von Pole-Setter Max Verstappen und der zweitplatzierte Ferrari von Lewis Hamilton rollten plötzlich nur noch über die Strecke. Hamilton musste gar gänzlich stehen bleiben. Ähnlich erging es einigen anderen Autos mit Ferrari-Motor im Heck. Es herrschte Chaos, die vorgesehene Startreihenfolge geriet durcheinander.
Die Rennleitung entschied sich kurzerhand, das Startprozedere mit einer roten Flagge abzubrechen. Alle Autos kehrten in die Box zurück, wo offenbar an den Problemen gearbeitet wurde. Schließlich konnte das Rennen erst mit insgesamt über eineinhalb Stunden Verspätung gestartet werden.
Regen brachte die Software durcheinander
Nach dem Sieg Verstappens, der sich vor dem WM-Führenden Mercedes-Piloten Kimi Antonelli und Hamilton durchsetzte, erklärte Nikolas Tombazis das Problem der Autos. Tombazis ist der Verantwortliche Direktor für Formelsport bei den Regelhütern der Fia.
Nach seinen Angaben haben die Autos, deren Motoren in diesem Jahr erstmals zur Hälfte von elektrischer Energie gespeist werden, in nassen Bedingungen andere Software-Einstellungen, um die Leistung der Motoren aus Sicherheitsgründen in gewissen Bereichen zu reduzieren.
Das Problem: In der bisherigen Saison gab es noch kein Regenrennen. Die Software-Einstellungen waren also noch nicht unter Real-Bedingungen erprobt und auf den Einführungsrunden kamen laut Tombazis dann einige Faktoren zusammen: „Es war insgesamt eine Kombination verschiedener Vorgänge. Einige Autos sind sehr langsam gefahren. Das hat die Software durcheinandergebracht, sodass die Autos nicht mehr richtig beschleunigen konnten“, sagte er. Das entstandene Durcheinander im Feld habe dann zum Entschluss geführt, den Start abzubrechen.














