Vor- und Nachteile
Kastration bei Katzen: Diese Kosten kommen auf Sie zu
Aktualisiert am 13.08.2026 – 13:52 UhrLesedauer: 3 Min.
Die Kastration einer Katze kostet je nach Geschlecht zwischen 80 und 140 Euro. Der Eingriff bringt aber nicht nur Kosten, sondern auch entscheidende Vorteile mit sich.
Wer sich nicht zu den Katzenzüchtern zählt, sollte seine Katze oder seinen Kater unbedingt kastrieren lassen. Diese Empfehlung sprechen sowohl Tierrechtsorganisationen wie Peta Deutschland aus als auch die Bundestierärztekammer. Die anfallenden Kosten sollten Sie nicht abschrecken.
Warum ist eine Kastration gut?
Mit der Kastration Ihrer Katze oder Ihres Katers tun Sie Ihrem Haustier und sich selbst etwas Gutes: Eine nichtkastrierte Katze, die nicht gedeckt wurde, wird in regelmäßigen Abständen rollig und in der Folge oft unausgeglichen und unsauber.
Bei Katern sorgt die Kastration dafür, dass diese ihren strengen Geruch verlieren und nicht mehr so viel herumstreunen. Entsprechend sind sie weniger anfällig für Krankheiten und Revierkämpfe, die ebenfalls Tierarztkosten nach sich ziehen würden.
Ab wann kann eine Katze kastriert werden?
Katzen können im Alter von fünf bis sieben Monaten kastriert werden. Einige Experten empfehlen auch ein Alter ab vier Monaten. Das sei in der Regel vor der ersten Rolligkeit. Das Problem bei nicht kastrierten Katzen: Sie haben einen größeren Radius und entfernen sich weiter vom Zuhause als kastrierte Tiere. So sind sie auch an stark befahrenen Straßen unterwegs und haben ein größeres Verletzungsrisiko.
Wie teuer ist eine Kastration?
Was die Kastration Ihrer Katze kostet, kann von Tierarzt zu Tierarzt variieren und hängt außerdem vom Geschlecht des Tieres ab. Die Kosten werden allerdings durch die Gebührenordnung für Tierärzte geregelt. Als groben Richtwert müssen Halter bei Katern zwischen 80 und 85 Euro einkalkulieren, bei Katzen sind es zwischen 150 und 300 Euro inklusive Narkose, da der Eingriff komplizierter ist.
Die Kostenschwankungen ergeben sich unter anderem aus dem Gesundheitszustand des Tieres und möglichen weiteren notwendigen Untersuchungen. Auch die Art der Narkose und die verwendeten Materialien spielen eine Rolle.
Unterschied zwischen Kastration und Sterilisation
Es handelt sich um unterschiedliche Operationen. Bei der Sterilisation durchtrennt der Arzt den Tieren nur die Ei- beziehungsweise Samenleiter. Die Hormonproduktion läuft also weiter. Bei der Kastration werden dagegen die hormonbildenden Geschlechtsdrüsen komplett entfernt – bei der Katze sind das die Eierstöcke, manchmal auch die Gebärmutter, bei Katern die Hoden.
Katzen besser sterilisieren oder kastrieren?
Wenn Sie keinen Nachwuchs von Ihrem Kater oder Ihre Katze wünschen, sollten Sie laut Experten zu einer Kastration greifen. Zudem wird Ihr Tier ruhiger.
Unabhängig davon, ob Sie Ihren Vierbeiner sterilisieren oder kastrieren lassen, sinkt durch den Eingriff sein Risiko, eine hormonell bedingte Erkrankung zu erleiden, wie beispielsweise Tumore an der Gebärmutter. Zusätzlich verringert das ruhigere Verhalten Ihres Tiers das Risiko, dass es herumstreunt und so vermehrt in Machtkämpfe mit Artgenossen gerät, bei denen es schwere Verletzungen erleiden kann.
Nachteile der Kastration
Auch dieser operative Eingriff kann Nachteile mit sich bringen. Manche Katzen legen nach der OP an Gewicht zu – weil sie weniger stromern und oft bequemer sind. Solange Halter die Futtermenge entsprechend anpassen, ist das aber kein Problem. Eine weitere Nebenwirkung kann sein, dass die Tiere inkontinent werden.














