Trotzdem unterhalb der Spitzenwerte
Diese Sparkasse bietet den besten Zins aufs Tagesgeld
12.10.2026 – 11:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Volksbanken und Sparkassen sind dafür bekannt, dass sie kaum gute Zinsen bieten. Das stimmt aber nicht immer.
Die Sparkasse Harburg-Buxtehude bietet mit einem Zinssatz von 2,25 Prozent pro Jahr von allen Sparkassen in Deutschland die höchsten Zinsen aufs Tagesgeld. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Portals „tagesgeldvergleich.net“. Damit liegt die Sparkasse zwar leicht über dem Durchschnitt aller Banken – der bei 2,05 Prozent liegt –, aber noch immer weit unter den Spitzenangeboten am Markt. So können Sparer bei den besten Anbietern aktuell bis zu 4,27 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld bekommen.
Auch wenn die Sparkasse Harburg-Buxtehude überdurchschnittliche Zinsen bietet, stellt sie eher die Ausnahme unter den Sparkassen dar. Laut „tagesgeldvergleich.net“ erhalten Sparkassenkunden im Schnitt nur 0,51 Prozent Zinsen fürs Tagesgeld. Damit bekommen Sparer bei den Sparkassen 75 Prozent weniger Zinsen als im Marktdurchschnitt.
Tagesgeld bei Sparkassen schwankt regional
Auch beim Festgeld bieten die Sparkassen weniger als der Schnitt, wobei hier der Unterschied nicht so drastisch ist: Über alle Sparkassen hinweg liegt der Durchschnittszins für zwölfmonatiges Festgeld bei 2,14 Prozent, im Gesamtschnitt können Sparer 2,56 Prozent erhalten. Auf das ganz klassische Sparbuch zahlen viele Sparkassen hingegen so gut wie keine Zinsen.
Die Tagesgeldangebote der Sparkassen variieren der Auswertung zufolge stark je nach Region. Die besten Chancen haben Sparer demnach in Hamburg, wo Sparkassen im Schnitt 1,38 Prozent aufs Tagesgeld zahlen. Mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 0,71 Prozent ist Mecklenburg-Vorpommern auf Platz zwei, gefolgt von Schleswig-Holstein, wo Sparkassen im Schnitt 0,69 Prozent zahlen. Besonders schlechte Karten haben Kunden der Sparkassen in Bremen: Sie erhalten im Schnitt nur 0,13 Prozent Zinsen.
Als Richtwert für einen guten Zinssatz sollten Sparer die aktuelle Inflationsrate heranziehen. Im September lag diese in Deutschland bei 3,3 Prozent – das sollten Sparer also mindestens an Zinsen für ihr Geld erhalten, damit es nicht zu sehr an Wert verliert.
Sparer können am Kapitalmarkt allerdings deutlich höhere Renditen erwarten, vor allem, wenn sie das Geld langfristig anlegen. Für einen breit gestreuten, risikoarmen ETF-Sparplan sind durchschnittliche Renditen von sechs bis sieben Prozent realistisch. Über einen langen Zeitraum von zehn, 15 oder 20 Jahren ist dies für die meisten Sparer die bessere Anlage.














