Britische Presse spricht von „Krieg“
Dianas Bruder erhebt schwere Vorwürfe gegen König Charles III.
Aktualisiert am 17.09.2026 – 10:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Charles Spencer formuliert in seinen Memoiren schwere Vorwürfe gegen König Charles. Ein Satz aus einem Telefonat kurz nach Dianas Tod lasse ihn bis heute nicht los.
Fast 30 Jahre nach dem Tod von Prinzessin Diana erhebt ihr Bruder Charles Spencer schwere Vorwürfe gegen König Charles. In seinem neuen Buch „Swan Song: Diana, My Sister“ schildert Spencer ein Telefonat, das ihn bis heute beschäftigt. Die britische „Daily Mail“ berichtet vorab aus den Memoiren und spricht von einem „Palast-Krieg“, der um die Äußerungen ausgebrochen sei.
Es ging um die Frage, ob Prinz William und Prinz Harry hinter dem Sarg ihrer Mutter durch London laufen sollten. Das Gespräch zwischen Spencer und dem damaligen Prinzen Charles sei zunehmend hitziger geworden. Am Ende habe Charles einen Satz gesagt, der Spencer sprachlos zurückließ.
„Sei versichert, wir werden sie schon bald vergessen“
Der Streit spielte sich demnach in den Tagen zwischen Dianas Tod am 31. August 1997 und ihrer Beerdigung am 6. September ab. Charles Spencer war entschieden dagegen, dass seine Neffen an der Trauerprozession teilnahmen. Diana hätte seiner Ansicht nach nicht gewollt, dass ihre Söhne einer solchen öffentlichen Belastung ausgesetzt würden. Nachdem Spencer seine Bedenken gegenüber einem Mitarbeiter des Königshauses geäußert hatte, rief ihn der damalige Prinz Charles an.

Im Gespräch habe Charles laut Spencer darauf verwiesen, dass er selbst nach dem Tod seines Großonkels Lord Mountbatten hinter dessen Sarg gelaufen sei. Spencer hielt dem entgegen, dass Charles damals bereits 30 Jahre alt gewesen sei, während William und Harry zum Zeitpunkt von Dianas Tod 15 und zwölf Jahre alt waren. Dann soll Charles gesagt haben: „Sei versichert, wir werden sie schon bald vergessen.“
„Kann nicht glauben, dass du das gerade gesagt hast“
Spencer schreibt, er sei von dieser Aussage so überrascht gewesen, dass er zunächst einige Sekunden kein Wort herausgebracht habe. Schließlich habe er Charles nur noch geantwortet: „Ich kann nicht glauben, dass du das gerade gesagt hast“ und aufgelegt. Die Bemerkung wertet Spencer in seinem Buch als Ausdruck von Charles‘ damaliger Verachtung für Diana und als Zeichen dafür, dass er die weltweite Anteilnahme nach ihrem Tod nicht verstanden habe. Ausdrücklich weist Spencer darauf hin, dass es sich dabei um seine persönliche Darstellung und Interpretation des Gesprächs handelt.















