An zwei Bayern-Toren beteiligt
DFB-Profi „extrem schockiert“ über entscheidende Patzer
16.08.2026 – 13:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Frauen des FC Bayern holen den nächsten Titel. Warum Wolfsburgs Stina Johannes in Ingolstadt unfreiwillig im Mittelpunkt stand.
Torhüterin Stina Johannes hat zwar ein abgeschlossenes Mathematik-Studium. Beim Supercup gegen den FC Bayern verrechnete sich die DFB-Auswahlspielerin vom VfL Wolfsburg aber zweimal – die Münchnerinnen durften sich nach dem 3:0 (2:0)-Sieg, ihrem dritten Supercup-Erfolg in Serie, bei der 26-Jährigen bedanken. Vor allem nach dem ersten Gegentor war Johannes „extrem schockiert“.
8.689 Zuschauer, darunter Bundestrainer Christian Wück, sahen in der 32. Minute eine kuriose Szene: Nach einem Kopfball von Jovana Damnjanović hatte die VfL-Keeperin den Ball in den Händen, lag aber plötzlich auf dem Boden. Mit dem Ball hinter der Torlinie.
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„Ich sehe, dass eine Bayern-Spielerin heran rauscht. Ich versuche ihn zu fangen, nicht zu fausten. Was ich nicht auf dem Schirm hatte, dass ich so unglücklich an den Pfosten reinkrache“, erklärte Johannes bei MagentaSport. „Ich hatte nicht eine Sekunde den Gedanken, dass er hinter der Linie war.“ Genau das urteilte aber Schiedsrichterin Angelika Söder und durfte sich durch den Videobeweis bestätigt fühlen.
„Am Ende zählt das Tor – fertig“, so lautete die Erkenntnis der überaus ernüchterten Wolfsburger Torfrau. Doch damit nicht genug: Auch beim 0:2 sah Johannes schlecht aus. Bei einem Freistoß von Klara Bühl (45.+4) flog der Ball an allen vorbei. Der fünfmaligen DFB-Auswahlspielerin, bei Wück zusammen mit Münchens Ena Mahmutovic Stellvertreterin von Ann-Katrin Berger, war die Sicht versperrt und sie reagierte zu spät.
Klara Bühl sagte zum ersten Tor: „Ich glaube, das war eklig für die Torhüterin. Wir haben selbst gar nicht gesehen, ob er drin war oder nicht, aber uns natürlich dann sehr gefreut, als es als Tor gewertet worden ist.“ Beim zweiten Ball sei es dann „genauso gekommen, wie es geplant war: mit gar nicht viel Zug, sondern einfach schön hinten reingefallen“. Die starke Nationalstürmerin machte mit dem 3:0 keine Minute nach Wiederanpfiff alles klar für den Favoriten.
„Sie haben echt guten Fußball gespielt“
Bei der Standortbestimmung für die Bundesliga setzte der FC Bayern, zuletzt mit 16 Punkten Vorsprung auf Wolfsburg zum vierten Mal in Serie Meister, damit gleich ein Zeichen. Auch wenn die VfL-Frauen mit der herausragenden Linksaußen Cora Zicai ihrem Dauerrivalen zunächst „die Stirn“ boten, wie es Trainer Stephan Lerch gefordert hatte.
