Neue Details zur Festnahme
Deutscher wohl in Russland festgenommen – Verhörvideo aufgetaucht
Aktualisiert am 21.10.2026 – 13:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Deutscher soll für die Ukraine gekämpft haben. Nun berichten russische Behörden von seiner Festnahme.
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben einen deutschen Staatsbürger festgenommen, der aufseiten der Ukraine gekämpft haben soll. Dem Mann wird „Söldnertum“ vorgeworfen. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf eine Mitteilung des FSB.
Laut dem Geheimdienst soll der Mann von 1996 bis 2010 bei der Bundeswehr gedient haben. Zudem soll der Deutsche bereits zwischen 2016 und 2018 als Scharfschütze in einer ukrainischen Einheit gedient haben. Im November 2025 sei er erneut in die Ukraine gereist und habe einen dreijährigen Vertrag mit den ukrainischen Streitkräften geschlossen.
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Später sei er desertiert, weil er seinen versprochenen Sold nicht erhalten habe, behauptet der FSB. Die russischen Behörden prüfen demnach, ob sie ein Strafverfahren wegen Söldnertums nach Artikel 359 des russischen Strafgesetzbuchs einleiten.
Video von Verhör aufgetaucht
Inzwischen hat Tass ein Video veröffentlicht, das den Deutschen bei einer Befragung zeigen soll. Darin nennt der Mann sein Geburtsjahr mit 1976 und berichtet ebenfalls von ausstehender Bezahlung. Unter welchen Umständen die Aufnahme entstanden ist, bleibt unklar.
Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben bislang nicht. Auch eine Bestätigung durch deutsche Behörden liegt bisher nicht vor. Wo und wann der Mann festgenommen wurde, ist noch unklar, ebenso wie seine Identität.
Ob der Deutsche tatsächlich als Söldner einzustufen wäre, ist ebenfalls offen. Nach dem humanitären Völkerrecht gelten ausländische Staatsangehörige, die regulär in den Streitkräften eines Landes dienen, nicht allein aufgrund ihrer Herkunft als Söldner.














