Farfalle, Spaghetti oder Penne?
Diese Nudelsorte ist in Deutschland am beliebtesten
Aktualisiert am 21.10.2026 – 12:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Nudeln liegen in Deutschland hoch im Kurs – doch nicht jede Sorte gewinnt. Welche Klassiker bleiben vorn, und was landet immer seltener im Einkaufswagen?
Spaghetti, Fusilli oder Penne: Italienische Nudeln sind in Europa und Deutschland gefragt. 4,2 Millionen Tonnen Pasta wurden im vergangenen Jahr zwischen Bozen und Palermo hergestellt, so viel wie in keinem anderen Land der Europäischen Union – wie das Statistische Bundesamt unter Berufung auf Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilt. Das waren 69 Prozent der gesamten europäischen Produktion von 6,1 Millionen Tonnen.
Besonders treue Kunden sind die Menschen in Deutschland, deren Pro-Kopf-Konsum von Nudeln sich seit 1990 auf 10,1 Kilogramm pro Jahr mehr als verdoppelt hat, wie der Verband der deutschen Getreideverarbeiter und Stärkehersteller feststellt. Laut einer Meinungsumfrage des Instituts Yougov essen knapp zwei Drittel aller Deutschen (63 Prozent) mindestens einmal in der Woche ein Nudelgericht.
Nudeln schlagen Kartoffeln
Im Dreiervergleich Nudeln-Kartoffeln-Reis nennen 46 Prozent der Befragten Nudeln als ihr liebstes Lebensmittel, 39 Prozent entscheiden sich für Kartoffeln und 12 Prozent für Reis. Jüngere Menschen entscheiden sich dabei noch eindeutiger für die Teigware, während sogenannte Boomer mehrheitlich (50 Prozent) die Kartoffel bevorzugen.
Häufig verbinden die Konsumentinnen und Konsumenten mit Nudeln schnelle und praktische Mahlzeiten, berichtet Yougov. Schnelle Sättigung und gemeinsames Essen mit der Familie sind weitere genannte Assoziationen. Tatsächlich können getrocknete Nudeln leicht und schnell mit vorgekochten Fertiglebensmitteln wie Soßen zubereitet werden. Auch wächst dem Industrieverband zufolge das Angebot an Frischnudeln im Kühlregal.

Nach Italien folgt auf der Eurostat-Liste der Herstellerländer Spanien mit 379.000 Tonnen oder 6 Prozent auf Platz zwei, während Deutschland mit einem Anstieg auf gut 304.000 Tonnen auf Platz drei kommt. Das entspricht 5 Prozent der in Europa hergestellten Nudeln. Berichtet wurde über die verkaufte Produktionsmenge von ungekochten Teigwaren.
Eiernudel bleibt deutsche Spezialität
Hierzulande wurden nach den Eurostat-Zahlen immer noch überdurchschnittlich viele Nudeln mit Ei hergestellt, nämlich 46 Prozent der Gesamtmenge. Im klassischen Nudelland Italien enthielten nur 17 Prozent der Pasta Ei. In Spanien waren es nur 2 Prozent der Menge.
Aber auch in Deutschland sind Spätzle und Co. auf dem Rückzug. Nach früheren Angaben des Bundesamts werden seit 2023 hierzulande mehr Nudeln ohne Eier produziert als solche, die Eier enthalten. Trotz des allgemein zunehmenden Nudelkonsums ist die Produktion der deutschen Eiernudel innerhalb von zehn Jahren um mehr als ein Viertel zurückgegangen.
Hartweizen aus heimischem Anbau
Immer häufiger kommt aber heimischer Hartweizen in die Mühlen. Dem Stärkeverband zufolge wurden im vergangenen Jahr in den acht deutschen Mühlen 464.000 Tonnen Durum vermahlen, wie das Getreide auch genannt wird. Nur noch ein kleiner Teil muss importiert werden, weil die aktuell geschätzte Erntemenge auf 361.400 Tonnen gestiegen sei. Hartweizen gedeiht besonders gut in sonnigen, trockenen Regionen.

Spaghetti besonders beliebt
Trotz eines leichten Absatzrückgangs bleiben Spaghetti laut Yougov die meistgekaufte Nudelsorte. Auf Platz zwei folgen Fusilli, auf Platz drei Penne und auf Platz vier Spätzle. Ein Wachstum ist vor allem bei kleineren Nudelformen wie Farfalle, Hörnchennudeln und Muscheln zu verzeichnen. Zudem werden glutenfreie Nudeln stärker nachgefragt, während Eiernudeln und Vollkornprodukte seltener gekauft werden.















