„Wir wären gestorben“
Himalaya-Katastrophe: Deutscher Überlebender berichtet
29.08.2026 – 04:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein deutscher Wanderer und seine Familie waren zum Zeitpunkt der Sturzflut im Himalaya-Gebiet unterwegs. Ein indischer Guru vermisst Pilger, darunter Deutsche.
Eine deutsche Familie ist im Katastrophengebiet im Himalaya gerettet worden. Gleichzeitig ist die Zahl der Toten nach der verheerenden Sturzflut auf mehr als 500 Menschen gestiegen. Vermisst werden in der bei Touristen beliebten Gebirgsregion zwischen China und Nepal 1.924 Personen, darunter 517 Ausländer, wie die nepalesischen Behörden am Freitag mitteilten. Die Gefahr für Menschen und Rettungskräfte bleibe extrem hoch.
Seine Familie sei nach einer Trekking-Tour bei Verwandten in der Nähe des Ortes Trishuli Bazar gewesen, als die Flut sie überraschte, erzählte der Vater Manuel Münch in einem Camp für Gerettete der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben die Flutwelle gesehen und sind dann mit allem, was wir hatten, den Hügel hinaufgerannt“, sagte der 37-Jährige der dpa. „Wenn wir unsere Trekking-Tour normal durchgeführt hätten, hätten wir an dem Tag in Syabrubesi übernachtet und wären gestorben“, ist Münch überzeugt. Die Familie aus dem Berchtesgadener Land wolle so bald wie möglich in die Hauptstadt Kathmandu weiterreisen.
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Münch ist mit einer Nepalesin verheiratet und besucht das Himalaya-Land regelmäßig mit seiner Familie. Dieses Mal wollte sie eigentlich eine kleine Trekking-Tour in Langtang machen, die sie aber vorzeitig abbrach.

Nach der Sturzflut am Mittwoch war nach mehreren Deutschen in Nepal gesucht worden. In Berlin erklärte das Auswärtige Amt, dass nach Erkenntnissen der Bundesregierung eine hohe einstellige Zahl deutscher Staatsangehöriger vermisst werde. Das Ministerium bemühe sich unter Hochdruck um Aufklärung, sagte ein Sprecher. Nach Angaben der nepalesischen Behörden von Freitag wurden in Nepal bisher 4.451 Personen gerettet, darunter 129 Ausländer.
Pilgergruppe mit Deutschen vermisst
Der indische Meditations-Guru Sadhguru hat ein emotionales Video geteilt, in dem er unter Tränen berichtet, dass 80 Menschen aus seiner Pilgergruppe vermisst werden. Darunter sollen sich auch vier Deutsche befinden. Sie seien am Gyirong Port gewesen, als die Wassermassen das Tal hinunterstürzten. Er habe sie noch kurz vor dem Unglück getroffen.














