Scheiterte am Aufstieg
HSV-Aus und Nachfolger Polzin: Baumgart findet deutliche Worte
Aktualisiert am 21.10.2026 – 12:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Er kam als großer Hoffnungsträger – und verlor seinen Job beim HSV nach nur wenigen Monaten. Jetzt blickt Steffen Baumgart auf seine Entlassung zurück.
Steffen Baumgart hält seine Entlassung beim HSV im November 2024 rückblickend für nachvollziehbar. „Deswegen war die Trennung, als Stefan mich im November 2024 zum Gespräch gebeten hatte, auch die richtige Entscheidung“, sagte er der „Sport Bild“. Gemeint ist der damalige Sportvorstand Stefan Kuntz. Die Entlassung sei „sauber“ verlaufen.
Der Druck mit dem Ziel Aufstieg sei nach den ausgebliebenen Ergebnissen zu groß geworden. Mit den Verantwortlichen habe er auch in schwierigen Zeiten offen und auf Augenhöhe gesprochen. „Wir waren an einem Punkt angekommen zu entscheiden, neue Wege zu gehen, um das Beste für den Verein, für die Mannschaft zu tun“, sagte Baumgart. Unter seinem Nachfolger Merlin Polzin sei die Mannschaft schließlich zu Recht aufgestiegen.
Baumgart erklärt Polzins besonderen Bonus
Seinem früheren Assistenten bescheinigte Baumgart eine gute Entwicklung. Polzin habe eine klare Spielidee und bleibe in schwierigen Situationen ruhig. Das habe sich auch vor dem Köln-Spiel nach den drei Niederlagen zum Saisonauftakt gezeigt.
Einen kleinen Vorteil sieht Baumgart in Polzins Verbindung zum Klub: Er sei seit seiner Kindheit HSV-Fan und beim Verein groß geworden. „Dadurch genießt er einen kleinen Bonus.“ Zugleich helfe ihm, dass beim HSV wenige Verantwortliche gemeinsam den Weg vorgäben.
Die vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2029 sei richtig gewesen. Der Klub habe damit ein klares Zeichen nach außen gesetzt: „Merlin ist unser Trainer für die Zukunft.“
HSV gehört für Baumgart zu Top-Vereinen
Auch seinen früheren Verein lobte Baumgart deutlich. Für ihn zähle der HSV zu den drei oder vier größten Klubs Deutschlands. „Erst wenn man für den HSV gearbeitet hat, merkt man, welche Wucht dieser Verein hat.“

Trotz der langen Zweitligazeit stehe der Klub wirtschaftlich gut da, das Stadion sei ständig voll. Zum jüngsten Testspiel gegen Kopenhagen seien sogar 55.000 Zuschauer gekommen. Vielleicht sei der HSV zu spät aufgestiegen, ansonsten habe er in den vergangenen sechs, sieben Jahren nicht viel falsch gemacht.
Bei aller Begeisterung blieben die Verantwortlichen realistisch: „Sie bauen keine Luftschlösser.“ Ihnen sei bewusst, dass es auch in dieser Saison nur um den Klassenerhalt gehe.















