HSV-Boss mit Millionen-Ansage
„Wir wollten einfach nicht mehr diese Lachnummer sein“
21.10.2026 – 06:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Der HSV erlebt sportlich nach drei Siegen in Folge in der Bundesliga einen Höhenflug. Auch finanziell ist der Klub stabil. Die Transfers im Sommer sollen zu einer Regelmäßigkeit werden.
Der Hamburger SV hat in dieser Sommertransferperiode aufgrund von zweistelligen Millionenausgaben für Verwunderung gesorgt. Mehr als 30 Millionen Euro gab der HSV für Neuzugänge aus. Diese Investitionen seien geplant gewesen, wie Vorstand Eric Huwer im Podcast „Football Finance“ erzählte. „Wir wollen das Geld nicht zurückhalten. Wir wollen es investieren. Das haben wir jetzt auch gemacht im Transferfenster. Viele waren davon überrascht – wir natürlich ein bisschen weniger.“
Im September präsentierte der Klub an der Elbe die finanziellen Zahlen zur Saison 25/26. Dabei verkündete Huwer einen Rekord in der Geschichte des HSV. Der Umsatz von 182 Millionen Euro toppte sogar den bisherigen Bestwert aus 2008/09 mit 161 Millionen Euro. Zusätzlich erwirtschaftete der Verein mehr als acht Millionen Euro Gewinn. Angesichts dieser Zahlen ist Huwer optimistisch: „Unsere Ambitionen könnten nicht größer sein, aber es kommt nur durch Arbeiten“, sagte der Vorstand im Podcast.
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Auch weiterhin will der Verein auf dem Transfermarkt die anderen Vereine überraschen. Huwer kündigt an: „Wenn wir von Spielern überzeugt sind, die uns besser machen und die Leute hier begeistern, dann: Let’s go.“ Die nötigen Strukturen dafür seien über Jahre in der zweiten Liga geschaffen worden.
Nach dem Abstieg und den wiederholten Nichtaufstiegen prasselte über Jahre einiges auf den HSV ein. Huwer und seine Kollegen hätten den Hohn und Spott von Fans und Medien „persönlich genommen“. Die HSV-Familie wollte „einfach nicht mehr diese Lachnummer sein.“
Der Verein habe in Verlässlichkeit, Ruhe und Stabilität investiert. Die Zahlen geben Huwer recht: Zum fünften Mal hintereinander schrieb der Verein schwarze Zahlen, zudem ist der langersehnte Bundesliga-Aufstieg und der anschließende Klassenerhalt gelungen.
Bei aller Euphorie bleiben die HSV-Verantwortlichen realistisch. „So hart es sich anhört: Der HSV kann auch wieder absteigen – und dafür müssten wir gewappnet sein.“ Allerdings gehe der Blick „natürlich nach oben, dafür wollen wir die Voraussetzungen schaffen.“ Geht es nach Huwer, ist der HSV in ein paar Jahren wieder ein fester Kandidat für einen Platz in der oberen Tabellenhälfte.













