Die „Gen Z regelt“-Veranstalter in Köln wollten eine friedliche Kundgebung. Stattdessen kam es zu Krawallen und Auseinandersetzungen mit der Polizei. Für die Bewegung ist das ein massiver Rückschlag.
Die beabsichtigte Wirkung der „Gen Z regelt“-Demonstration in Köln wird wohl ausbleiben – stattdessen bleiben unschöne Bilder vom Konrad-Adenauer-Ufer im Gedächtnis der Kölner.
Dabei wollte die junge Bewegung in Köln so viele verschiedene Anliegen auf die Straße tragen: die Klimakrise, den überhitzten Mietmarkt, Einsparungen im Bildungssystem und Sozialversorgung. Doch das konnte von den Rednern am Rhein nur knapp benannt werden, dann brach der Veranstalter die Demo auch schon nach rund zwei Stunden wieder ab.
Pro-Palästina-Demonstranten und Kapitalismuskritiker hatten die Wortführung auf der Straße übernommen. Es wurde Pyrotechnik gezündet und die Auseinandersetzung mit der Polizei gesucht – anstatt die ganze Breite von Anliegen einer jungen Generation. Übrig bleiben werden von diesem Abend wohl vor allem die Bilder der Wasserwerfer und den verschlossenen Luxusgeschäften in der City.
Die vielfältigen Anliegen der ganzen Breite der Gen Z gerieten dabei in den Hintergrund. Und das bei ohnehin viel geringerem Andrang als erwartet. Aus den erhofften 15.000 Demonstranten, es sollte die größte Demo des Landes werden, wurden am Ende 2.000, vielleicht 3.000 – und die Organisatoren der Demo in den Sozialen Medien am Abend lange auffällig stumm.
Der verständliche Wunsch vieler junger Rheinländer bei der Kölner Demo gehört zu werden, wurde an diesem Samstag in Köln nicht erfüllt. Das ist schade: Sie hätten es verdient gehabt, gehört zu werden.














