Blutmond
Mondfinsternis: Darum erscheint der Mond rot
27.08.2026 – 12:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Kommende Nacht findet eine Mondfinsternis statt. Während der Mond in den Schatten der Erde eintritt, kann er sich rötlich verfärben. Warum ist das so?
Wenn der Mond während einer totalen Mondfinsternis langsam in den Erdschatten wandert, verschwindet sein helles Weiß. Stattdessen kann er sich orange, kupferfarben oder tiefrot verfärben. Daher stammt auch die Bezeichnung Blutmond.
Doch warum wird der Mond überhaupt rot? Hier ist die Erklärung.
Die Erdatmosphäre macht den Unterschied
Bei einer Mondfinsternis stehen Sonne, Erde und Mond nahezu auf einer Linie. Die Erde blockiert das direkte Sonnenlicht und wirft ihren Schatten auf den Mond.
Ganz dunkel wird es dort aber nicht. Ein Teil des Sonnenlichts trifft auf die Erdatmosphäre und wird auf seinem Weg durch die Luft abgelenkt. Dabei werden die verschiedenen Farben des Lichts unterschiedlich stark gestreut.

Blaues Licht wird stärker gestreut als rotes Licht. Die rötlichen und orangefarbenen Anteile des Sonnenlichts hingegen können die Atmosphäre besser durchqueren und werden in Richtung Mond gelenkt. Dort treffen sie auf die Mondoberfläche und werden zurück zur Erde reflektiert.
Vereinfacht: Die Erde filtert das Sonnenlicht, bevor es den Mond erreicht; übrig bleibt vor allem rötliches Licht.
Das gleiche physikalische Prinzip tritt auf, wenn die Sonne am Abend tief am Horizont steht. Dann muss ihr Licht einen besonders langen Weg durch die Erdatmosphäre zurücklegen. Dabei wird ein großer Teil des blauen Lichts herausgestreut. Deshalb erscheinen Sonnenuntergänge häufig orange oder rot.
Warum ist der Mond nicht immer gleich rot?
Wie intensiv der Blutmond leuchtet und welche Farbe er annimmt, kann von Finsternis zu Finsternis unterschiedlich sein. Der Zustand der Erdatmosphäre spielt dabei eine wichtige Rolle.
Staub, Wolken und andere winzige Partikel in der Atmosphäre können das Sonnenlicht zusätzlich streuen und abschwächen. Auch die Stellung des Mondes im Erdschatten beeinflusst sein Aussehen. Je tiefer er in den Kernschatten eintaucht, desto größer wird der Bereich, der nicht mehr direkt von der Sonne beleuchtet wird.
Warum heißt der rote Mond Blutmond?
Blutmond ist kein astronomischer Fachbegriff. Der Ausdruck beschreibt den rötlichen oder kupferfarbenen Anblick des Mondes während einer Mondfinsternis.
Besonders deutlich wird der Effekt bei einer totalen Mondfinsternis, wenn der gesamte Mond in den Kernschatten der Erde eintritt. Bei einer partiellen Mondfinsternis bleibt dagegen ein Teil der Mondscheibe direkt von der Sonne beleuchtet. Der Teil des Mondes, der sich im Erdschatten befindet, kann trotzdem rötlich erscheinen.














