Leo XIV.
Braucht der Papst eigentlich einen Reisepass?
05.09.2026 – 07:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Wenn Deutsche ins Ausland reisen, geht ohne Ausweis oder Reisepass nichts. Wie macht das eigentlich ein weltberühmter Mann wie der Papst?
Wenn Papst Leo XIV. zu einer Auslandsreise aufbricht, dürfte es an einem jedenfalls nicht mangeln: gültigen Reisedokumenten. Das Oberhaupt der katholischen Kirche besitzt gleich drei Staatszugehörigkeiten – die US-amerikanische, die peruanische und die vatikanische. Das Nachrichtenportal „Vatican News“ bezeichnet ihn deshalb sogar als den „Papst mit drei Pässen“.
Geboren wurde Leo XIV. als Robert Francis Prevost in Chicago. Damit ist er US-Amerikaner von Geburt an. Einen erheblichen Teil seines Lebens verbrachte der Augustiner allerdings Tausende Kilometer weiter südlich in Peru. Bereits 1985 kam Prevost als Missionar in das südamerikanische Land, später war er dort unter anderem Bischof von Chiclayo.
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Die Verbindung wurde schließlich auch amtlich. Im August 2015 erhielt Prevost die peruanische Staatsbürgerschaft. Nach Angaben der peruanischen Behörden besitzt er zudem einen peruanischen Personalausweis. Seine Verbundenheit mit dem Land hatte der spätere Papst damals selbst deutlich gemacht: In seinem Antrag auf Einbürgerung schrieb Prevost, dass er für den Rest seines Lebens in Peru bleiben wolle.
Es kam bekanntlich anders.

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Franziskus rief Prevost nach Rom
2023 holte Papst Franziskus (gestorben am 21. April 2025) den Geistlichen dann nach Rom und machte ihn zum Präfekten des Dikasteriums für die Bischöfe. Als Kardinal erhielt Prevost laut „Vatican News“ schließlich auch einen vatikanischen Pass – und damit seinen Dritten. Seit Mai 2025 ist er als Leo XIV. selbst Papst.
Welche seiner Dokumente Leo bei einer konkreten Reise tatsächlich vorzeigt, ist damit allerdings noch nicht beantwortet. Als Papst reist er als Staatsoberhaupt und genießt entsprechende diplomatische Privilegien. Sein vatikanischer Pass ist für seine heutige Funktion daher das naheliegende Reisedokument. Seine US-amerikanische und peruanische Staatsangehörigkeit hat er durch die Wahl zum Papst jedoch nicht verloren.














