Juli 14, 2026 9:43 a.m. CEST

Protest gegen Wehrpflicht

Aktivisten blockieren Bundeswehr-Center in Köln

27.08.2025 – 08:32 UhrLesedauer: 1 Min.

Das Protestcamp „Rheinmetall Entwaffnen“ in Köln: Die Aktivisten demonstrieren gegen eine Wehrpflicht. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt/imago)

In Köln blockieren Aktivisten den Zugang zum Karrierecenter der Bundeswehr. Damit wollen sie gegen eine Wehrpflicht demonstrieren, die Polizei sondiert die Lage.

Das Antikriegsbündnis „Rheinmetall entwaffnen“ blockiert am Mittwochmorgen den Zugang zum Karrierecenter der Bundeswehr an der Brühler Straße. Mit der Aktion will das Bündnis gegen eine Wehrpflicht gegen die Wehrpflicht protestieren. Die Bundesregierung will heute in einer Kabinettssitzung im Verteidigungsministerium die Weichen für einen neuen Wehrdienst stellen. Laut den Aktivisten werde dieser „verpflichtende Elemente“ beinhalten, die zu einer Wehrpflicht führen würden.

Auf Instagram teilen die Aktivisten ein Video des Protests. Darin sind mehrere Personen zu sehen, die in Maleranzügen und mit Sturmhauben in Regenbogenfarben vermummt vor dem Eingang des Karrierecenters stehen. Man sei „nicht bereit, in den Kriegen der Herrschenden zu sterben“, erklärt ein Sprecher des Bündnisses in dem Video.

Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) konnte die Polizei keine Angaben dazu machen, wie viele Personen sich an der Aktion beteiligen. „Wir wissen bisher nur, dass da was passiert“, sagte ein Polizeisprecher demnach.

Am Dienstag hatten die Aktivisten in Köln auch ein Antikriegscamp „Rheinmetall entwaffnen“ gestartet. Am Samstag ist eine Demonstration in der Innenstadt geplant.

Die Bundeswehr muss für die neuen Nato-Ziele und als Reaktion auf die Bedrohung durch Russland in der stehenden Truppe und der Reserve kräftig aufwachsen. Ein neuer und attraktiver gestalteter Wehrdienst, der aber zunächst auf Freiwilligkeit setzt, soll zentraler Baustein für mehr Personal sein.

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