Ermittler teilen mit
Bahn-Mitarbeiter stürzt aus Zug – Update zu Gesundheitszustand
Aktualisiert am 20.07.2026 – 13:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Bahn-Mitarbeiter stürzt bei 120 km/h aus einem Regionalzug und kämpft tagelang um sein Leben. Jetzt gibt es eine vorsichtige Entwarnung.
Der Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn, der nach einer Auseinandersetzung mit einem Fahrgast aus einem fahrenden Regionalzug gestürzt war und dabei lebensgefährlich verletzt wurde, ist inzwischen außer Lebensgefahr. Das teilte die Staatsanwaltschaft Karlsruhe am Montagvormittag mit.
Der 26 Jahre alte Sicherheitsmitarbeiter war ersten Erkenntnissen zufolge am Freitagabend in einem Regionalzug Richtung Karlsruhe von einem zehn Jahre älteren Passagier attackiert worden, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Mann hatte keinen gültigen Fahrschein vorweisen können und soll sich aggressiv verhalten haben. Schließlich soll der 36-Jährige mit Fäusten auf den Sicherheitsmitarbeiter eingeprügelt haben.
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Bei der Auseinandersetzung soll eine der Zugtüren beschädigt worden sein, sodass ein Spalt zwischen der Tür und dem Boden entstand. Im weiteren Verlauf stürzte der DB-Mitarbeiter schließlich mit voller Wucht gegen die Tür, die daraufhin nachgab. Der Mitarbeiter fiel aus dem mit einer Geschwindigkeit von 120 km/h fahrenden Zug und erlitt lebensgefährliche Verletzungen.
Attacke in Bahn: Gericht lehnt Haftbefehl gegen Verdächtigen ab
Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen vorbestraften Mann mit festem Wohnsitz, der derzeit wegen eines anderen Urteils auf Bewährung frei ist. Die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaftbefehl gegen den 36-Jährigen – doch das Amtsgericht Karlsruhe lehnte ab. Eine Gerichtssprecherin erläuterte t-online, der Haftrichter habe weder Fluchtgefahr noch einen dringenden Tatverdacht gesehen. Im Gegenteil: Ein Überwachungsvideo aus dem Bahnwaggon habe „Zweifel am konkreten Ablauf des Geschehens“ genährt. Die Ermittlungen zu den Umständen dauern an.
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zeigte sich tief betroffen über den Gewaltvorfall und kritisierte die Entscheidung des Amtsgerichts. Die stellvertretende Vorsitzende Cosima Ingenschay sagte: „Es mag juristische Gründe dafür geben, dass der vorbestrafte Täter, der einen Kollegen aus einem fahrenden Zug geprügelt hat, auf freien Fuß gesetzt wurde. Aber was ist das für ein Signal an alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner, die in diesen Stunden um ihren Kollegen bangen?“ Ingenschay forderte, Bundeskanzler Friedrich Merz müsse Gewaltexzesse gegen Bahn-Mitarbeiter „zur Chefsache machen“.














