„Sprechen Sie ihn nicht an“
Polizei warnt vor gefährlichem Mann
07.09.2026 – 17:35 UhrLesedauer: 2 Min.
In Düsseldorf springen Männer aus einem Auto und eröffnen das Feuer auf ein Taxi. Jetzt startet der Prozess – während die Polizei nach einem weiteren Täter fahndet.
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Fahndung nach einem 26-Jährigen. Die Beamten veröffentlichten am Montag ein Foto des Gesuchten und warnten gleichzeitig: Elvan Alperen Cinar könnte bewaffnet sein. „Verständigen Sie auf jeden Fall die Polizei und sprechen Sie den Beschuldigten nicht an“, heißt es im Fahndungsaufruf.
Das Verbrechen, das Cinar vorgeworfen wird, soll er gemeinsam mit Komplizen am 30. Dezember 2025 verübt haben. Damals fielen auf einer Düsseldorfer Hauptverkehrsstraße zehn Schüsse in Richtung eines Taxi-Fahrgastes, von denen sieben Kugeln trafen.
- Anschlag in Düsseldorf: Zehn Schüsse, sieben Treffer, kein Geständnis
Versuchter Mord: Neffe von Drogenboss überlebte
Es war ein Mordanschlag auf den Neffen eines berüchtigten Drogenbosses: Der Mann hatte vor der Tat an einer Kundgebung vor dem niederländischen Konsulat in Düsseldorf teilgenommen, bei der die Freilassung seines Onkels gefordert worden war. Der bekannte Drogenboss Hüseyin B., der in den Niederlanden seit rund 28 Jahren im Gefängnis sitzt, wird auch als „Pablo Escobar Europas“ oder einfach „der Pate“ bezeichnet.

Ermittler hatten um das Jahr 1998 herum Telefonate mitgeschnitten, in denen er. reihenweise Mordaufträge erteilte. Britischen Medien zufolge soll B., der in diesem Jahr 70 Jahre alt wird, mit Heroinhandel Milliarden verdient haben. In seinem Haus in London, wo er eine Weile lebte, sei später eine schallisolierte Folterkammer entdeckt worden.
Sein 40 Jahre alter Neffe überlebte das Attentat in Düsseldorf dank einer Notoperation. Ermittler vermuten hinter dem Anschlag einen seit Jahren gewalttätig ausgetragenen Streit unter kriminellen Banden, der in der Türkei seinen Ursprung haben soll und sich von dort über Europa ausgebreitet hat. Die „Daltons“, eine gewaltbereite Mafiagruppierung, hätten sich mit weiteren Banden zusammengetan, um dem B.-Clan zuzusetzen, hieß es.















