VW-Tochter rutscht ab
Audi-Gewinn bricht ein
Aktualisiert am 30.10.2026 – 09:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Audi legt neue Geschäftszahlen vor. Die Tendenz ist eindeutig. Auch ein Werk des Autobauers steht vor dem Aus.
Der Autobauer Audi hat im dritten Quartal nur knapp die roten Zahlen vermieden. Nach Steuern verdiente die VW-Tochter nur noch 95 Millionen Euro – 87 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen mitteilt.
„Die Geschäftsentwicklung wurde insbesondere durch den Markteinbruch in China – vor allem bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor –, die steigende Wettbewerbsintensität sowie den zunehmenden Exportdruck chinesischer Hersteller auf den europäischen Markt belastet“, heißt es von Audi. „Hinzu kommen anhaltende Unsicherheiten infolge der Lage im Nahen Osten und dem damit verbundenen Anstieg der Energiekosten sowie durch US-Zölle.“
Nach neun Monaten hat Audi 1,22 Milliarden Euro Gewinn eingefahren, und 42 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Beides sind starke Rückgänge. Angesichts des ausgesprochen schlechten dritten Quartals passt der Konzern nun auch seine Prognose für das Gesamtjahr nach unten an. Immerhin lässt sich auch aus der neuen Prognose aber ableiten, dass das vierte Quartal wieder besser wird, wie Finanzchef Jürgen Rittersberger sagt.
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„Die Kennzahlen zeigen deutlich: Der Handlungsbedarf bei Audi ist hoch und duldet keinen Aufschub“, sagt Finanzchef Rittersberger. „Vor allem im dritten Quartal hat sich das Umfeld noch einmal erheblich verschärft. Unsere Maßnahmen wirken, aber aufgrund des enormen Wettbewerbsdrucks müssen wir sie verstärken. Deshalb setzen wir auf konsequente Kostendisziplin, reduzieren Komplexität und erhöhen die Effizienz unserer Strukturen.“
Zuvor hatte schon die Konzernmutter VW für das dritte Quartal einen Verlust von 5,8 Milliarden Euro gemeldet. Der Konzern steckt tief in der Krise. Bis Ende des Jahrzehnts sollen zusätzlich 50.000 Jobs wegfallen. Auch das Audi-Werk in Neckarsulm steht auf der Kippe.
Kritik an Audi-Chef Döllner wächst
Eindeutige Aussagen machte der Konzern am Freitag nicht. Mit der im vergangenen Jahr geschlossenen Zukunftsvereinbarung, habe man wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht, heißt es. „Darauf aufbauend sollen weitere Maßnahmen entwickelt werden, um Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung nachhaltig zu sichern. Die hierfür notwendigen Schritte sollen gemeinsam mit dem Gesamtbetriebsrat im Dialog erarbeitet werden.“ Die Zukunftsvereinbarung beinhaltete unter anderem den Abbau Tausender Jobs in Deutschland.
Audi war zu Wochenbeginn in die Kritik geraten. Konzernchef Gernot Döllner hatte während eines Wahlkampfauftritts mit US-Präsident Donald Trump den Bau eines neuen Werks in den USA angekündigt. Zuvor hatte Mutterkonzern VW angedeutet, künftig von China aus, verstärkt auch andere Märkte wie in Südamerika zu bedienen.















