Stromversorgung
„Kinder des Zorns“: Bekennerschreiben nach Anschlag aufgetaucht
15.10.2026 – 14:13 UhrLesedauer: 1 Min.
Zehn Tage nach dem Brand an einer Berliner Brücke taucht ein Bekennerschreiben auf. Der Staatsschutz ermittelt.
Eine bislang unbekannte Gruppe hat sich zu dem Brandanschlag auf eine Stromleitung in Berlin-Marzahn bekannt. Das Bekennerschreiben liegt der Berliner Staatsanwaltschaft vor, wie RBB und „Tagesspiegel“ berichteten, und wird in den laufenden Ermittlungen berücksichtigt.
Die Gruppe nennt sich „Kinder des Zorns“ und erklärt in dem Schreiben, gezielt die Stromversorgung mehrerer Technologieunternehmen unterbrochen zu haben. Einige dieser Firmen stellten sogenannte Dual-Use-Produkte her, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden könnten, heißt es darin weiter.
Notstrom muss fließen
Der Anschlag ereignete sich am frühen Morgen des 5. Oktober unter einer Brücke an der Boxberger Straße. Die Täter legten Altreifen und Gerümpel unter die Stromkabel und zündeten sie an. Dabei wurden die Kabel beschädigt. 19 Firmen und Gewerbebetriebe mussten vorübergehend mit Notstrom versorgt werden. Das für politisch motivierte Extremismustaten zuständige Staatsschutzkommissariat des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen.
In der Vergangenheit kam es in Berlin mehrfach zu Anschlägen auf Stromleitungen, die teils zu großen Ausfällen führten und linksextremistischen Gruppen zugerechnet wurden. Bei jenen Taten handelte es sich um professionell durchgeführte Anschläge.















