„Herr B., geht es Ihnen gut?“
Angeklagter schläft im Block-Prozess ein
Aktualisiert am 22.09.2025 – 14:12 UhrLesedauer: 2 Min.
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Tag elf im Block-Prozess: Der Vater berichtet über Albträume seiner Kinder. Einen der Angeklagten scheint das nicht besonders zu interessieren.
Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder aus Dänemark hat der Vater Stephan Hensel am Montag die Folgen der Silvesternacht 2023/24 in dramatischen Worten geschildert. Seine Kinder hätten seither Angstzustände und Albträume, sagte der Nebenkläger vor dem Hamburger Landgericht.
„Die Kinder haben Probleme mit dem Rausgehen“, erklärte Hensel. Das sei vor allem in der dunklen Jahreszeit so. Sein jüngstes Kind könne nicht zum Fußball gehen, wenn das Training am späten Nachmittag oder am Abend stattfinde. „Das traut er sich nicht“, sagte Hensel, wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtete.
Für die ganze Familie sei auch fast zwei Jahre nach der Entführung keine Normalität eingetreten. In der Schule seien die Kinder aus Sicherheitsgründen nicht unter ihrem richtigen Namen angemeldet. Die Familie sei seit der Neujahrsnacht 2024 fünfmal innerhalb Dänemarks umgezogen. Bei einem Hamburg-Besuch in diesem Sommer habe sein Sohn eine Angstattacke erlitten.
Nach einem jahrelangen Sorgerechtsstreit waren der damals 10-jährige Sohn und die 13-jährige Tochter von Hensel und seiner Ex-Frau, der Steakhaus-Erbin Christina Block, mutmaßlich von Mitarbeitern einer israelischen Sicherheitsfirma entführt und zur Mutter nach Deutschland gebracht worden. Nach wenigen Tagen mussten sie aufgrund einer Gerichtsentscheidung wieder zu ihrem Vater nach Dänemark zurückkehren. Block ist angeklagt, die Rückholaktion in Auftrag gegeben zu haben, was sie bestreitet.
Hensel forderte am Montag von seiner ehemaligen Partnerin: „Die Mutter soll endlich aufhören mit der Eskalation und endlich zugeben, was sie getan hat, damit wir vorankommen.“ Die Kinder seien in psychologischer Behandlung und immer noch ständig „auf der Hut, weil Frau Block jemanden schicken könnte, der die Kinder holt“.
Zu einer bizarren Szene kam es unterdessen während eines Schlagabtausches zwischen Hensel und Christina Blocks Anwalt Ingo Bott. Die Vorsitzende Richterin wandte sich plötzlich an einen der Mitangeklagten: „Herr B., geht es Ihnen gut?“, fragte sie laut „Bild“-Zeitung den Mann von Christina Blocks Cousine. Der Zeitung zufolge war Mark B. offenbar während der Verhandlung kurz eingenickt.














