Nach Sieg bei US Open
Zverevs Gegner bedient: „Nervt nicht nur mich“
12.09.2026 – 09:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Aufschlagroutine von Alexander Zverev erregt bei den US Open Aufsehen. Sein Halbfinalgegner übt Kritik, auch Boris Becker hat eine Meinung dazu.
Halbfinalgegner Karen Khachanov hat sich nach dem verlorenen Duell bei den US Open über die Marotte von Alexander Zverev vor dessen Aufschlag beklagt. Der Hamburger lässt den Ball beim Grand-Slam-Turnier in New York sehr oft aufspringen, bevor er serviert. „Das nervt nicht nur mich, sondern natürlich viele Spieler, weil es so viel Zeit kostet“, sagte der Russe nach dem 6:3, 7:6 (9:7), 7:6 (8:6)-Sieg von Zverev. „Man weiß gar nicht, wie man sich auf den Aufschlag vorbereiten soll.“
Zverev erklärte, er habe vor dem Spiel eine Statistik in den sozialen Medien gesehen. Demnach soll er den Ball im Turnierverlauf bereits 12.000-mal aufspringen gelassen haben. „Das ist ziemlich lustig“, sagte der Weltranglistenzweite. Er habe keine Ahnung, warum er dies mache – es sei keine Absicht, er zähle im Kopf nicht bis zu einer bestimmten Zahl. „Ich glaube, heute ist es wieder gesunken, weil ich es vor dem Halbfinale gesehen habe und dachte: ‚Okay, es muss weniger werden'“, berichtete Zverev.
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Im Halbfinale ließ Zverev den Ball teils bis zu 20-mal aufspringen. Einmal kassierte er eine Verwarnung wegen Zeitüberschreitung. Die Regel sieht vor, dass Spieler nach der Ansage des Spielstands 25 Sekunden Zeit haben, um den ersten Aufschlag ins Spiel zu bringen. Für den zweiten Aufschlag gilt diese Beschränkung nicht. Als TV-Experte von sporteurope.tv kritisierte Boris Becker genau diese Lücke: „Es ist deutlich mehr, wie ich es in Erinnerung habe.“
Khachanov sagte, solange es innerhalb der Regeln sei, könne er nichts dagegen einwenden. Er ergänzte: „Es ist die Aufgabe des Schiedsrichters, aufmerksam zu sein und entsprechend zu reagieren und dann auch einzugreifen.“
