Bilanz der Kontrollwoche
Achtlos weggeworfener Müll kostet Köln 16 Millionen Euro im Jahr
28.07.2026 – 15:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Pizzakartons, Glasflaschen, Einweggrills: In Kölns Parks fallen an warmen Wochenenden bis zu 30 Tonnen Abfall an. Die Stadt zieht nun Bilanz einer stadtweiten Kontrollwoche.
Müll auf Spielplätzen, Einweggrills in Parks und Abfälle rund um Imbissbuden: Die Stadt Köln hat eine Woche lang verstärkt kontrolliert, wie sauber es in den Veedeln ist. Die Bilanz zeigt, dass achtlos weggeworfener Abfall nicht nur ein Ärgernis ist, sondern auch hohe Kosten verursacht.
Rund 16 Millionen Euro zahlt Köln nach eigenen Angaben jedes Jahr für die Beseitigung von Müll, der auf Straßen, Plätzen und Grünflächen liegen bleibt. Besonders an warmen Sommerwochenenden kommt viel zusammen. Dann fallen in den Parks im Schnitt 20 bis 30 Tonnen Abfall an. Dazu gehören vor allem Pizzakartons, Einwegverpackungen, Glasflaschen, Plastiktüten und Einweggrills.
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Während der Aktionswoche vom 20. bis 26. Juli kontrollierte das Ordnungsamt unter anderem 578 Spielplätze. Dabei gab es 248 Auffälligkeiten. In 77 Fällen musste die AWB gerufen werden, um Müll oder illegale Lager zu beseitigen.
Außerdem trafen die Einsatzkräfte 22 Menschen mit Alkohol auf Spielplätzen an. 20 Personen rauchten dort, zweimal wurde Cannabis konsumiert. Drei Gruppen grillten auf einem Spielplatz, sechs Menschen waren mit Hunden unterwegs. Acht Personen wurden dabei erwischt, als sie Müll wegwarfen. In einem Fall stellten die Kontrolleure einen Wildpinkler fest.
Müll in Köln: OB Burmester appelliert an Bürger
Auch in den Grünanlagen bleibt unerlaubtes Grillen ein Problem. Seit Jahresbeginn registrierte die Stadt 128 Verstöße. In 91 Fällen wurden ungeeignete Grillgeräte benutzt. Vor allem bei trockenem Wetter können sie Rasenflächen beschädigen oder Brände auslösen.
Zusätzlich kontrollierte die Stadt 75 Imbissbetriebe. Dabei gab es 27 Beanstandungen, unter anderem wegen fehlender oder ungeeigneter Mülleimer. Betreiber müssen darauf achten, dass auch im Umfeld ihrer Geschäfte kein Abfall liegen bleibt.
Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) beteiligte sich ebenfalls an der Aktionswoche. Im Hiroshima-Nagasaki-Park half er dabei, illegale Graffiti von einem Kinderspielplatz zu entfernen. Auch das kostet die Stadt viel Geld: Rund 1,2 Millionen Euro werden jährlich für die Entfernung von Graffiti auf öffentlichen Flächen ausgegeben.
Burmester appellierte an die Kölnerinnen und Kölner, mehr Verantwortung für ihre Umgebung zu übernehmen. Eine saubere Stadt sei nicht nur Aufgabe von Ordnungsamt und AWB.
