Urteil in zehn Tagen
Lebenslange Haft für Verdi-Attentäter gefordert
28.07.2026 – 14:26 UhrLesedauer: 1 Min.
Im Prozess um den Anschlag auf eine Verdi-Demo plädiert die Anklage auf die Höchststrafe. Außerdem hat sie eine weitere Forderung an das Gericht.
Im Mordprozess um den tödlichen Auto-Anschlag auf eine Verdi-Demonstration in München hat die Bundesanwaltschaft am Dienstag lebenslange Haft gefordert. Zudem beantragte sie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Dies würde eine vorzeitige Entlassung erheblich erschweren.
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Bei der Attacke im Februar 2025 starben eine Mutter und ihre kleine Tochter. Zahlreiche Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt.
Anschlag auf Demo: „Vernichtung von Menschenleben“
Die Bundesanwaltschaft wirft dem mittlerweile 25 Jahre alten Afghanen zweifachen Mord vor. Hinzu kommen versuchter Mord in 22 Fällen sowie Körperverletzung in 22 Fällen. Der Anklagevertreter sagte: „Die Tathandlung war, man muss es so deutlich sagen, auf die Vernichtung von Menschenleben angelegt.“
Der Angeklagte habe das Auto bewusst in die Menschenmenge gesteuert, ergänzte er im Plädoyer. Die Bundesanwaltschaft geht von einem religiös motivierten, politischen Anschlag aus. In der Wahrnehmung des Angeklagten habe die Attacke dem Willen Allahs entsprochen.
Urteilsverkündung in der nächsten Woche
Die Anklagevertreterin sagte: „Der Angeklagte hat Menschen zum Objekt seiner Wut, Enttäuschung und Verbitterung gemacht, obwohl diese am Entstehen seiner Stimmungslage keinerlei Anteil hatten.“
Am Mittwoch folgen der Schlussvortrag der Verteidigung und das letzte Wort des Angeklagten. Das Urteil wird für den 6. August erwartet.
